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T-Rex-Modell einer Dinosaurierschau

T-Rex doch kein Aasfresser?

Tyrannosaurus rex könnte nach Ansicht mancher Forscher keine gefährliche Raubechse, sondern ein behäbiger Aasfresser gewesen sein. Dem widerspricht nun eine Studie: Die Konkurrenz im Aasfresser-Segment wäre zu groß gewesen.

Paläontologie 28.01.2011

Im Jahr 2002 berechneten John Hutchinson und Mariano Garcia von der Universität Berkeley, wie viel Muskelmasse Tiere verschiedener Körpergrößen für ihre Fortbewegung benötigen. Mit Hilfe ihres mathematischen Modells analysierten sie auch den Körper des Tyrannosaurus rex – und kamen zu dem Schluss:

Die Studie

"Tyrannosaurus was not a fast runner" ist in "Nature" (Bd. 415, S. 1018) erschienen.

Bei seiner Größe hätte er bedeutend größere Beinmuskeln benötigt, er war eher eine "lahme Ente" denn ein guter Läufer. Die ökologische Folgerung: Er dürfte sich vor allem von Aas ernährt haben, für die Prädatorenrolle war er zu behäbig.

Die Studie

"Intra-guild competition and its implications for one of the biggest terrestrial predators, Tyrannosaurus rex" ist im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B" erschienen (doi: 10.1098/rspb.2010.2497).

Dem widerspricht nun ein Team um Chris Carbone von der Zoological Society of London. Unter T-Rex' Zeitgenossen gab es nämlich eine Reihe kleinere aasfressende Dinosaurier, die nicht nur in der Überzahl, sondern auch deutlich beweglicher waren. Gegen diese Konkurrenz hätte der 13 Meter lange Tyrannosaurus wenig ausgerichtet, rechnen Carbone und Co in ihrer Studie vor. Also muss er doch ein aktiver Räuber gewesen sein.

So steht denn Aussage gegen Aussage. Faktum ist: Irgendwie muss die Echse ihren Kalorienbedarf gedeckt haben - schließlich existierte sie während der Kreidezeit mehrere Millionen Jahre lang.

science.ORF.at

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