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Bilder der NASA-Satelliten Stereo

Rundum-Panoramabilder der Sonne

Dank zweier Sonnensatelliten der US-Raumfahrtbehörde NASA kann man unser Zentralgestirn nun erstmals komplett beobachten. Die 2006 gestarteten Zwillingssonden haben genau gegenüberliegende Seiten der Sonne erreicht.

Astronomie 07.02.2011

Das 360-Grad-Panorama der kompletten Sonnenoberfläche und -atmosphäre soll unter anderem die Vorhersage des sogenannten Weltraumwetters verbessern, das Flugverkehr, Stromnetze, Kommunikation und Satellitennavigation stören kann.

Zwillings-Satelliten

Einer der "Stereo"-Zwillinge fliegt der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne voraus, der andere hinterher. Ergänzt werden die Beobachtungen vom Sonnensatelliten "SDO" (Solar Dynamics Observatory), so dass alle drei Sonden gemeinsam auch künftig ein ständiges Rundum-Panorama der kompletten Sonne liefern werden.

Künstlerische Darstellung, wie die beiden Stereo-Satelliten die Sonne umkreisen

NASA

Künstlerische Darstellung, wie die beiden Stereo-Satelliten die Sonne umkreisen

"Die Sonne ist ein wahrlich komplexes Objekt, das viele Aspekte unseres Lebens beeinflusst", sagte Richard Harrison, einer der führenden Forscher der "Stereo"- und "SDO"-Programme. "So wie man nicht erwarten würde, die Funktion unseres Hirns zu verstehen, wenn man nur einen kleinen Teil davon untersucht, ist eine globale Erforschung unseres Sterns als Ganzes nötig, um zu verstehen wie er funktioniert."

Sonnenaktivität nimmt zu

Von der Sonne erreicht die Erde ein beständiger Strom elektrisch geladener Teilchen, der sogenannte Sonnenwind. Heftige Böen in diesem Sonnenwind, sogenannte Sonnenstürme, können etwa Satelliten und Funkverkehr stören, die Strahlungsbelastung für Flugpersonal erhöhen, Kurzschlüsse in Überlandleitungen auslösen und Polarlichter noch weit im Süden aufflammen lassen.

Häufigkeit und Intensität der Sonnenstürme schwanken mit dem Aktivitätszyklus der Sonne. Gegenwärtig nimmt die Sonnenaktivität zu, das Weltraumwetter wird rauer.

science.ORF.at/ APA/dpa

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