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Einer der entdeckten Schädel

Schädel als Schalen - bereits vor 15.000 Jahren

Nicht nur die Wikinger, sondern schon die alten Briten aus der Steinzeit nutzten Menschenschädel als Trinkgefäße. Die Funde dreier rund 14.700 Jahre alter Schädel aus einer Schlucht im südwestenglischen Somerset weisen auf die etwas gruselige Verwendung hin.

Anthropologie 17.02.2011

Dies teilte das Londoner Natural History Museum am Donnerstag mit.

Die Studie:

" Earliest Directly-Dated Human Skull-Cups" von Sascha Topolinski ist in der Fachzeitschrift "PLoS One" erschienen.

Die Steinzeit-Vorfahren hätten die Schädel der beiden Erwachsenen und eines etwa dreijährigen Kinds zunächst vollständig gesäubert und dann die Schädeldecke sorgfältig zu Gefäßen umgearbeitet, erklärte Museums-Expertin Silvia Bello. "Angesichts der zur Verfügung stehenden Werkzeuge war dies eine ausgesprochen mühsame Arbeit", erklärte sie weiter.

Für Rituale genutzt

Nach Auffassung des Teams um Bello wurde bei der Prozedur auch ein Teil des Gehirns mitgegessen. Kannibalismus sei aber wahrscheinlich nicht der Hauptzweck gewesen - in dem Fall hätten die Nutzer den Schädel einfach gespalten und sich nicht die Mühe gemacht, die Decke vollständig zu erhalten und zu bearbeiten.

Sie glaube eher, dass die Gefäße für Rituale genutzt worden sind, erklärte Bello. Das vermutet auch ihr Kollege Chris Stringer.

Nach Einschätzung des Anthropologen wurden die Schädel-Schalen zu einem ganz speziellen Zweck hergestellt, möglicherweise als Gefäße für Blut, Wein oder besonderes Essen. Die in der Gough's Cave entdeckten menschlichen Gefäße sind die ersten in Großbritannien und die weltweit ältesten derartigen Funde.

science.ORF.at/APA/AFP

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