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Hoher TV-Konsum fördert Herzerkrankungen

Wenn kleine Kinder viel vor dem Fernseher oder Computerbildschirm sitzen, erhöht sich ihr Risiko für Herzkrankheiten im Erwachsenenalter. Das berichten Forscher vom Institut für Augenheilkunde der Universität von Sydney.

Netzhaut-Analyse 21.04.2011

Ihre Studie wurde in der Fachzeitschrift "Arteriosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology" der amerikanischen Herzgesellschaft veröffentlicht.

Enge Arterien in der Netzhaut

Die Mediziner stellten bei Sechs- und Siebenjährigen, die viel Zeit vor dem Bildschirm verbrachten, engere Arterien in der Netzhaut des Auges fest als bei Kindern, die viel draußen herumtollten. Bei den regelmäßig aktiveren Kindern waren die Arterien im Durchschnitt 0,0022 Millimeter weiter als bei jenen Mädchen und Buben, die sich am wenigsten bewegten. Bei Erwachsenen gilt der Zustand der Netzhaut-Arterien als Indikator für mögliche Herzprobleme.

"Das legt nahe, dass ein ungesunder Lebensstil in frühem Alter die Mikrozirkulation beeinflusst und damit das Risiko für Herzkrankheiten und Bluthochdruck erhöht", schrieb Bamini Gopinath. Sie hatte mit Kollegen 1.492 Kinder in Sydney untersucht und deren Eltern per Fragebogen zu den Aktivitäten der Kinder befragt. Auch Faktoren wie Gewicht, Größe, Geschlecht und Blutdruck wurden berücksichtigt.

Bewegung hilft

Körperliche Anstrengung wirkt sich positiv auf die Blutzirkulation und die Arterienwände aus. Im Schnitt verbrachten die Kleinen 1,9 Stunden vor Bildschirmen und 36 Minuten mit Sport oder Spielen im Freien. Die Kinder, die mehr als eine Stunde aktiv waren, hatten signifikant weitere Arterien als jene, die sich 30 Minuten oder noch weniger bewegten. "Schulen sollten für alle Kinder mindestens zwei Stunden Sport in der Woche zur Pflicht machen", meinte Gopinath.

science.ORF.at/dpa

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