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Zwei Handvoll Mais

Klimawandel verschärft Nahrungsmittelkrise

Die Klimaerwärmung verschlechtert die Versorgung mit Nahrungsmitteln in vielen ohnehin benachteiligten Regionen der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute veröffentlichte Studie eines internationalen Forschungsprogramms zur Nahrungsmittelsicherheit.

Studie 03.06.2011

Im CGIAR Research Program on Climate Change, Agriculture and Food Security (CCAFS) haben haben sich mehrere Expertengruppen zusammengeschlossen, um nach neuen Wegen zu suchen, wie Landwirte auf den Klimawandel reagieren können.

"Beunruhigendes Szenario"

Die Forscher hatten Prognosen des UNO-Klimarates mit Daten über die Nahrungsmittelversorgung in verschiedenen Regionen verknüpft. Dabei kamen sie nach eigener Aussage zu einem "sehr beunruhigenden Szenario". So würden sich die Wachstumsperioden für Grundnahrungsmittel (etwa Reis) für weite Teile West- und Ostafrikas, das gesamte Indien, Teile Mexikos sowie das nordöstliche Brasilien um mehr als fünf Prozent vermindern. Dies könnte bis zum Jahr 2050 der Fall sein. Damit einher geht auch eine Verschlechterung der Viehzucht.

In der Folge wäre der derzeitige Wechsel im Anbau von Bohnen, Mais und Reis nicht mehr möglich, heißt es in dem Bericht. Die kritische Dauer von mindestens 120 Tagen Wachstumsperiode pro Jahr werde unterschritten. Bereits jetzt stagniert der Studie zufolge die Nahrungsmittelproduktion in vielen dieser Regionen. In Teilen Lateinamerikas könnte es der Analyse zufolge zu warm werden, um Bohnen anzubauen, die in dieser Region ein Hauptnahrungsmittel sind.

science.ORF.at/APA/dpa

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