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Ein Gitarrist spielt

Erfolg von Popsongs an Gehirnen ablesbar?

Ob ein Popsong das Potenzial zum Megahit hat, lässt sich möglicherweise an den Gehirnen von Teenagern ablesen. US-Forscher wiesen nach eigenen Angaben eine Verbindung zwischen bestimmten Gehirnaktivitäten bei Jugendlichen und der Beliebtheit von Musik nach.

Neurowissenschaften 14.06.2011

Die Studie geht auf eine Untersuchung aus dem Jahr 2006 zurück.

Die Studie:

"A neural predictor of cultural popularity" ist im "Journal of Consumer Psychology" erschienen (doi:10.1016/j.jcps.2011.05.001).

Song von "American Idol"

Damals hatten sich 27 Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren eine Reihe unbekannter Popsongs angehört, während ihre Gehirnaktivität mit Hilfe der Kernspintomographie überwacht wurde. Anschließend mussten die Probanden die ihnen vorgespielten Lieder bewerten.

Drei Jahre später erkannte der Leiter der Studie, Gregory Berns von der Emory University im US-Bundesstaat Georgia, einen der ausgewählten Songs in der Casting-Show "American Idol" wieder - und fragte sich, ob sich der Erfolg hätte voraussagen lassen.

Striatum-Aktivität

Berns verglich also seine Ergebnisse aus dem Jahr 2006 mit Liedern, die sich zwischen 2007 und 2010 besonders gut verkauften. Dabei fiel ihm ein Zusammenhang zwischen Verkaufszahlen und der Aktivität im ventralen Striatum des Großhirns auf.

Mit starker Aktivität in dieser Gehirnregion konnte den Angaben zufolge immerhin ein Drittel der erfolgreichen Songs korrekt vorhergesagt werden. Sprang das ventrale Striatum hingegen überhaupt nicht auf die Musik an, wurde das Lied in 90 Prozent der Fälle ein Flop.

science.ORF.at/APA/AFP
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