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Eine Frau sitzt unter dem Blätterdach eines Baumes.

Stadtpflanzen unterschätzte CO2-Speicher

Bäume und Sträucher in urbanen Regionen sollten einer neuen Studie zufolge in Klimaberechnungen aufgenommen werden. Denn sie speichern bis zu zehnmal mehr CO2 als bisher angenommen.

Bilanz 12.07.2011

Drei Kilogramm pro Quadratmeter

Zoe Davies von der University of Kent hat sich in ihrer Studie der Stadt Leicester in den englischen East Midlands angenommen. Sie und ihr Team verwendeten Satellitendaten, um die Ausmaße der Grünregionen zu bestimmen, und untersuchten die Vegetation von Parks, Flussufern, Golfplätzen und verlassenen Industrieflächen. In der Vegetation von Leicester sind demnach 231.000 Tonnen Kohlenstoff gespeichert, das macht 3,16 Kilogramm pro Quadratmeter.

Die Studie

"Mapping an urban ecosystem service: quantifying above-ground carbon storage at a city-wide scale" ist im Journal of Applied Ecology erschienen (doi: 10.1111/j.1365-2664.2011.02021.x).

Der Hauptanteil wird, wie Davies betont, von Bäumen getragen: "Bäume sind die wichtigsten Kohlenstoffspeicher. Bei den meisten öffentlichen Grünflächen in Leicester handelt es sich um Wiesen - würde nur ein Zehntel dieser Flächen mit Bäumen bepflanzt, stiege die Kohlenstoffpool der Stadt um zwölf Prozent."

Ein Allerheilmittel gegen den Klimawandel sei die urbane Vegetation freilich nicht, so Davies. Aber sie habe Speicherpotenzial. In den ökologisch-klimatischen Bilanzen dürfe sie daher nicht fehlen.

science.ORF.at

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