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Aufnahme der Sonne und der Sonnenwinde mit der Forschungssonde SDO der NASA

Dunkles Feuerwerk auf der Sonne

Am 7. Juni registrierten NASA-Forscher mit Hilfe von Satelliten einen Röntgenblitz der Sonne. Zuerst schein es, als sei der Auslöser eine Allerweltseruption gewesen. Doch ein Blick auf die zur Erde gefunkten Aufnahmen belehrte die Forscher eines Besseren.

Astrophysik 12.07.2011

"So etwas hatten wir noch niemals gesehen", sagt Alex Young, ein Solarphysiker vom Goddard Space Flight Center. "Die halbe Sonne schien in sich in die Luft zu sprengen." Was die Energie betrifft, handelte es sich bei der Eruption um kein besonders auffälliges Ereignis. Nicht so die räumlichen Ausmaße der Masseauswürfe, die, wie Videos zeigen, tatsächlich einen Gutteil des Sonnenballs umspannen.

Wie Angelos Vourlidas vom Naval Research Lab in Washington DC erklärt, wurde die Explosion von einem instabilen Magnetfilament nahe der Sonnenoberfläche ausgelöst. Dieses Filament kam mit relativ kaltem Plasma (rund 20.000 Grad) in Berührung, woraufhin dieses in einem Sprühregen unzähliger Tropfen und Bänder in der Größe von Planeten explodierte.

Ö1-Sendungshinweis

Über diese Studie berichtet auch die Sendung "Wissen aktuell", Di, 12.7., 13.55 Uhr

Weil diese Tropfen und Bänder vor allem im UV-Licht sehr dunkel aussehen, hat Vourlidas die Eruption ein "dunkles Feuerwerk" genannt. Die von der NASA zur Verfügung gestellten, spektakulären Videos sind relativ groß, der Download benötigt daher etwas mehr Zeit als üblich. Aber das Warten lohnt sich ...

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