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Die Raumsonde Juno vor dem Jupiter

Raumsonde startet zum Jupiter

Heute soll die solarbetriebene "Juno" mit ihren Windmühlenflügeln auf ihre Mission zur Erforschung des Planeten Jupiter starten. Erreichen soll sie den Gasriesen 2016. Laut NASA wird sie dabei dem größten Planeten unseres Sonnensystems so nahe kommen wie kein Raumfahrzeug zuvor.

Raumfahrt 05.08.2011

Die Wissenschaft verspricht sich von der 1,1 Milliarden Dollar (rund 770 Millionen Euro) teuren Mission wichtige Informationen über Jupiters Atmosphäre und Zusammensetzung - und damit neue Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems.

"Juno" soll um 11.34 Uhr Ortszeit (17.34 Uhr MESZ) in Cape Canaveral (Florida) an Bord einer "Atlas"-Rakete abheben. Klappt es heute nicht, gibt es noch Startmöglichkeiten bis zum 26. August.

Hinweise auf Entstehung des Sonnensystems

Nach ihrer Ankunft soll "Juno" in eine stark elliptische Umlaufbahn einschwenken, die über die Pole führt. 33 Mal - ein Jahr lang - wird die Sonde nach den NASA-Plänen den Gasriesen Jupiter umkreisen. Dabei soll sie sich den äußersten Wolken des Planeten auf bis zu 5.000 Kilometer nähern. Hat "Juno" ihre Runden absolviert, soll sie gezielt in den Planeten abstürzen.

Ö1 Sendungshinweis:

Über die geplante Mission hat auch Wissen Aktuell am 4.8. um 13:55 berichtet.

Jupiter ist mit einem Durchmesser von rund 143.000 Kilometern nicht nur der größte Planet - er hat auch am meisten Masse. Er ist außerdem der erste Planet, der sich nach der Entstehung der Sonne formte. Seine Struktur könnte daher wichtige Hinweise auf die Ursprünge des Sonnensystems geben. Jupiter besteht vor allem aus Wasserstoff und Helium.

Der Orbiter soll vor allem den Wassergehalt in Jupiters Atmosphäre erkunden und herausfinden, ob der Planet einen festen Kern hat. Die NASA will auch mehr über Jupiters Magnetfeld nahe den Polen erfahren.

Die Sonde hat quasi ein Gastgeschenk für Jupiter im Gepäck: An Bord ist eine Plakette zu Ehren von Galileo Galilei. Der Astronom entdeckte 1610 die Jupiter-Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto.

science.ORF.at/APA

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