Standort: science.ORF.at / Meldung: "Ökologische Geisterstadt geplant"

Anblick von Masdar City, Gebäude mit Bäumen im Vordergrund

Ökologische Geisterstadt geplant

Sie könnte zum Traum umweltbewegter Stadtplaner werden: Eine Stadt für 35.000 Einwohner, die auf erneuerbaren Energien beruht, intelligente Verkehrssysteme benutzt und mit den neuesten drahtlosen IT-Netzen versorgt ist - aber ohne, dass ein einziger Mensch in ihr wohnt.

Nachhaltigkeit 08.09.2011

Die rund 50 Quadratkilometer große Geisterstadt soll im US-Bundesstaat New Mexico errichtet werden und aussehen wie "echte" Städte: Straßen, Häuser, Leitungen etc. sollen wie in der Realität in Qualität und Alter gemischt sein.

Die Idee: Wissenschaftler und Unternehmen testen in der Stadt grüne Technologien und Infrastruktur im Maßsstab 1:1, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.

Austesten neuer Technologien

Das 200-Millionen-Dollar-Projekt mit dem Namen "The Center" soll es Firmen ermöglichen, die Kosten und Begrenzungen neuer Techniken noch vor ihrer Einführung abschätzen zu können, sagt Bob Brumley, der CEO des federführenden Unternehmens Pegasus.

An dem Projekt werde bereits seit eineinhalb Jahren gearbeitet, nun soll ein Board privater und öffentlicher Beteiligter gebildet und ein genauer Ort für die Stadt ausgewählt werden.

Zu Beginn soll das "Center" 350 Personen beschäftigen, später bis zu 3.500. Die Gouverneurin von New Mexico, Susana Martinez, hat sich bereits positiv zu dem Projekt geäußert und Mitarbeit angekündigt.

Andere Ökostädte haben Bewohner

Ö1 Sendungshinweis:

Dem Thema widmet sich auch ein Beitrag in Wissen aktuell: 8.9., 13:55 Uhr.

Das "Center" ist nicht das erste seiner Art weltweit, aber nach Eigenangaben das erste in den USA. Im Jahr 2007 hat etwa der britische Stararchitekt Norman Foster angekündigt, in Abu Dhabi die erste abfallfreie und kohlendioxidneutrale Stadt zu errichten.

Die Baufortschritte von Masdar-City seien zufriedenstellend, bis 2018 soll sie fertig sein, wie er vor kurzem in einem Zeitungsartikel schrieb.

Der Unterschied zum "Center": In Fosters Stadt leben bereits Menschen, in Zukunft werden es noch viel mehr sein.

science.ORF.at

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