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Einstiegsdroge Nikotin

Nikotin bereitet das Gehirn von Mäusen auf Kokain vor. Einer Studie zufolge werden nikotinabhängige Mäuse schneller und stärker von Kokain abhängig, als dies bei Tieren ohne Suchterfahrung der Fall ist.

Sucht 03.11.2011

Dreifacher Nachweis

Die Studie von US-amerikanischen und österreichischen Forschern bestätigt die sogenannte Gateway-Hypothese, derzufolge Einstiegssüchte den Griff zu härteren Drogen fördern.

Die Studie

"Molecular Mechanism for a Gateway Drug: Epigenetic Changes Initiated by Nicotine Prime Gene Expression by Cocaine", Science Translational Medicine (doi: 10.1126/scitranslmed.3003062).

Der Nachweis gelang, wie die Forscher im Fachblatt "Science Translational Medicine" schreiben, auf drei Ebenen: erstens durch Dokumentierung des Suchtverhaltens der Tiere; zweitens durch Analysen des Suchtzentrums im Gehirn; und drittens durch genetische Methoden: Süchtige Mäuse aktivierten in verstärktem Maß das Gen FosB, das "als molekularer Marker für Abhängigkeit gilt", so Daniela Pollak-Monje-Quiroga von der MedUni Wien, eine an der Studie beteiligte Forscherin.

science.ORF.at/APA

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