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Lemminge machen die Arktis grüner

Mit Sorge beobachten Wissenschaftler seit Jahren, wie die Arktis immer grüner wird. US-Forscher haben nun neben dem Klimawandel einen neuen Verantwortlichen dafür gefunden: die Lemminge.

Umwelt 18.11.2011

Die Fachleute beobachteten mehr als 50 Jahre lang die braunen Lemminge in Alaska. Dabei verglichen sie jene Gebiete, zu denen die Nager keinen Zugang hatten, mit deren Lebensraum. Dort, wo sich die für ihre massenhafte Vermehrung bekannten Tiere ungehindert ausbreiten konnten, gab es auch mehr Gras.

Die Erkenntnis überraschte die Forscher, da sich die Lemminge eigentlich von Gras ernähren. Ihre Erklärung: Die Fäkalien der Tiere könnten wie Dünger wirken. In jedem Fall verursachten die kleinen hamsterähnlichen Nager in der Arktis ein ähnliches Bild wie der Klimawandel. "Wir müssen uns wirklich davor hüten, das Grünerwerden der Arktis allein der Erderwärmung zuzuschreiben", warnte Forschungsleiter David Johnson, dessen Studie in der Fachzeitschrift "Environmental Research Letters" veröffentlicht wird.

science.ORF.at/APA/AFP

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