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Gewitter über Wohnhaus

Blitzeinschläge für alle

Blitze, Sturm und Hagel: Wann und wo das Wetter Kapriolen schlägt, dokumentieren Meteorologen genau, Bilder davon gibt es aber nur selten. Dieses Manko beheben will das seit zwei Jahren laufende Schulforschungsprojekt "MeteoPICS".

Fotoprojekt 27.12.2011

Dabei laden Schüler Fotos von Wetterphänomenen hoch und stellen Fragen dazu, Wissenschaftler kommentieren die Bilder. Mit dem wissenschaftlichen Erfolg des Projekts, das Ende Juli 2012 ausläuft, zeigt sich die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) schon jetzt hochzufrieden.

Das laut ZAMG österreich- und europaweit einzigartige Projekt soll zum Aufbau einer umfassenden Datenbank dienen. "Das Fotoarchiv wächst täglich. Seit Projektbeginn wurden rund 4.500 Wetterfotos von 650 Schülern und 2.000 Fotos von außerschulischen Nutzern auf die Website MeteoPICS hochgeladen", so Birgit Ramsauer von der ZAMG.

Feedback von Forschern

Lokale Wetterereignisse würden zwar sehr genau gemessen, doch Bildmaterial dazu fehle. Fegt etwa ein Sturm über einen Salzburger Ort, werden zwar Fakten wie Windstärke oder -richtung festgehalten. "Doch Bilder beispielsweise über die Schäden, die der Sturm in der Region angerichtet hat, gibt es keine", so Ramsauer.

Da kommen die Nutzer ins Spiel: Ihre "qualitativ überaus hochwertigen" Beiträge ergänzen die automatisierten Messdaten auf anschauliche Weise und sorgen für eine Dokumentation extremer Phänomene. Wissenschaftler erhalten aktuelle Informationen über die Auswirkungen des Wetters, sie kommentieren die Fotos und erklären, was sich da eigentlich abgespielt hat.

Die besten zwölf Schülerfotos werden jährlich in den vier Kategorien aktuelle Wetterereignisse, Wetterwissen, Klimaänderung sowie Wetterschäden ausgezeichnet. Das Projekt wird im Rahmen des Programms "Sparkling Science" vom Wissenschaftsministerium gemeinsam mit der ZAMG durchgeführt. In dem Programm zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung arbeiten Wissenschaftler gemeinsam mit Jugendlichen an aktuellen Forschungsthemen.

science.ORF.at/APA

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