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Obst und Gemüse im Korb

Die Anti-Alzheimer-Diät

Bestimmte Vitamine und Fisch könnten das Gehirn einer aktuellen Studie zufolge vor bestimmten degenerativen Alterungsprozessen schützen. Junkfood hingegen habe den gegenteiligen Effekt.

Ernährung 30.12.2011

Für ihre Studie analysierten die Forscher um Gene Bowman von der Oregon Health and Science University die Blutspiegel von 104 gesunden Personen mit einem Durchschnittsalter von 87 Jahren.

Jene die besonders viel Vitamin C, D, E und B sowie Omega-3-Fettsäuren im Blut hatten, schnitten auch bei Gedächtnistests und Denkaufgaben besser ab. Die schlechtesten Ergebnisse erzielten jene Teilnehmer, bei denen besonders viel Transfette gemessen worden waren. Diese finden sich typischerweise in verarbeiteter Nahrung, wie Keksen, Chips oder Gebackenem.

Bei 42 Probanden wurden zusätzlich Gehirnscans durchgeführt. Diese zeigten, dass jene mit hohen Vitaminspiegel und viel Omega-3-Fettsäuren ein größeres Gehirnvolumen besaßen. Eine Verminderung der Hirnsubstanz gilt als frühes Warnzeichen für Alzheimer.

Nahrung als Therapie?

Die Resultate müssten zwar erst bestätigt werden, denn es wurden nur sehr wenige Personen untersucht. Ob diese später Alzheimer entwickeln, ist ebenfalls unklar.

Dennoch in Zukunft könnte daraus eine simple und effektive Therapie werden. "Man könnte das Schrumpfen eines Gehirn stoppen und es gleichzeitig fit halten, nur indem man das Richtige isst", so Bowman. Sich von reichlich Obst, Gemüse und Fisch zu ernähren, könne jedenfalls in keinem Fall schaden.

science.ORF.at

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