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Pflanzenblätter, die aus dem Wasser ragen.

Botanik: Ab nun alles online

Mehr 200.000 Pflanzenarten wurden bislang beschrieben und katalogisiert. Ab dem Jahr 2012 wird die Arbeit für Botaniker und Pilzforscher einfacher: Taxonomische Daten sind ab sofort online und frei verfügbar.

Journal 02.01.2012

Beim Internationalen Botaniker-Kongress in Melbourne im Juli 2011 haben Forscher aus aller Welt Adieu zu verstaubten Museumskatalogen gesagt - und sich offiziell der Welt des Internet zugewandt. "PhotoKeys" heißt das seit 1. Jänner online verfügbare Fachblatt für Taxonomie der Pflanzen und Pilze. Wird eine neue Art in dem Online-Journal beschrieben, erhält sie automatisch einen Eintrag in der Encyclopedia of Life sowie im Biodiversditäts-Wiki Species-id.

Damit sollen unter anderem auch Mehrfachbeschreibungen ein-und-derselben Spezies verhindert werden, die in diesem Genre durchaus Tradition haben. Die Regel besagt: Wer zuerst dran war, hat die Benennungshoheit. Zu späteren Umbenennungen kann es dennoch kommen - etwa dann, wenn eine Art aufgrund neuer Erkenntnisse in eine neue systematische Gruppe eingeordnet wird. Ein prominentes Beispiel aus der Zoologie: Die Taufliege Drosophila melanogaster sollte nach Ansicht von Taxonomen eigentlich Sophophora melanogaster heißen.

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