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Frau mit Husten und Schnupfen

Optimismus hilft gegen Schnupfen

Ihren Höhepunkt erreicht die Schnupfensaison üblicherweise im Februar. Wie stark die Erkältungswelle um sich greift, hängt davon ab, wie lang und kalt der Winter wird - und von der Lebenseinstellung, wie eine Studie zeigt.

Studie 04.01.2012

"Wir wissen aus vielen Studien, dass die Lebensweise, das heißt, wie wir uns ernähren, wie viel wir uns bewegen und wie wir mit Stress umgehen, Einfluss auf unser Immunsystem und damit unser Infektionsrisiko hat. Wir wollten wissen, ob es im Gegenzug möglich ist, dieses Risiko durch eine positive Lebenseinstellung zu reduzieren", erklärt Studienautor Heiko Schulz von der Roehampton University.

"Positive Sichtweise ist trainierbar"

Die Studie

Optimism, Self-Efficacy, and Perceived Stress as Predictors of Self-Reported Health Symptoms in College Students, Zeitschrift für Gesundheitspsychologie (doi: 10.1026/0943-8149.17.4.185).

Dafür wurden die Studierenden anhand von Aussagen wie "Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es auch schief" oder "Was auch immer kommen mag, ich krieg das schon hin" zunächst in Optimisten und Pessimisten unterteilt. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler den Infektionsstatus von 80 Studierenden einmal während und einmal außerhalb ihrer Prüfungsphase.

Dafür wurden die Teilnehmer in beiden Phasen nach dem Auftreten von neun Erkältungssymptomen wie verstopfter Nase, Husten oder Halsentzündung befragt. Die Ergebnisse bestätigen: Die optimistischen Hochschüler empfanden ihre Prüfungsphase als weniger stressig und psychisch belastend und wiesen weniger Erkältungssymptome auf. Pessimisten empfanden die Prüfungsphase dagegen schwer zu bewältigen, sie investieren mehr Energie, um den Stress zu bewältigen und sind dadurch krankheitsanfälliger.

Schulz empfiehlt, 2012 nicht nur mit guten Vorsätzen wie Abnehmen und Sport zu beginnen, sondern auch positiv ins neue Jahr zu starten: "Natürlich kann niemand von einem Tag auf den anderen beschließen, von nun an optimistisch durch das Leben zu gehen. Es ist aber möglich, eine positivere Sichtweise und Strategien zur Stressbewältigung zu trainieren und schließlich auch die Denkrichtung zu wechseln."

science.ORF.at

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