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Sonnensturm

Sonnensturm blieb nahezu folgenlos

Trotz seiner Stärke hat der seit Dienstag auf die Erde treffende Sonnensturm nach ersten Erkenntnissen nur wenige Auswirkungen gehabt. Lediglich die US-Fluggesellschaft Delta Airlines leitete sechs ursprünglich am Nordpol vorbeiführende Flüge um.

Astronomie 25.01.2012

Andere US-Fluggesellschaften wie American Airlines gaben an, nicht von den Stürmen betroffen zu sein, wie der amerikanische Sender "Fox News" auf seiner Internetseite meldete. Auch die US-Wetterbehörde NOAA vermeldete bis zum Abend (Ortszeit) auf ihrer Internetseite keine Schäden.

Für Himmelsgucker war die vergangene Nacht aber offenbar ein Erlebnis. "Es war absolut unglaublich", beschrieb es der britische Astronom John Mason gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Mason befand sich auf einem Schiff in den Fjorden Nordnorwegens, als er die Nordlichter zu sehen bekam. "Ich habe mein erstes Polarlicht vor 40 Jahren gesehen, und dieses war eines der besten."

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Über den Sonnensturm berichteten auch die Ö1 Journale.

Sonne legt an Kraft zu

Die Plasmawolke hatte sich am Montag von der Sonne gelöst. Sie hatte nach NOAA-Angaben eine Anfangsgeschwindigkeit von mehr als 2000 Kilometern pro Sekunde - das sind über 7,2 Millionen Kilometer pro Stunde. Der Sonnensturm ist der stärkste seit 2003, die ersten geladenen Teilchen der Plasmawolke hatte die NOAA am Dienstagnachmittag in Erdnähe registriert.

Die Sonnenaktivität schwankt im Rhythmus von etwa elf Jahren. Der vergangene Sonnenzyklus hatte im Jahr 2001 sein Maximum. Das darauf folgende Aktivitätsminimum war besonders ausgeprägt. Seit 2010 nimmt die Sonnenaktivität wieder zu. Das nächste Sonnenmaximum wird laut NOAA für Mai 2013 erwartet.

science.ORF.at/dpa/AP

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