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Obst und Gemüse im Korb

Greenpeace warnt vor hoher Pestizidbelastung

Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau sind nach Analysen der Umweltschutzorganisation Greenpeace sehr häufig mit Pestiziden belastet. Experten im Auftrag von Greenpeace fanden in rund 80 Prozent der Obst- und mehr als 55 Prozent der Gemüseproben Pestizide

Ernährung 27.03.2012

Die Organisation ließ für ihren Ratgeber "Essen ohne Pestizide" 22.000 Proben der deutschen Lebensmittelüberwachung aus den Jahren 2009 und 2010 neu bewerten und ergänzte dies um Daten aus Pestizid-Tests von Greenpeace.

Exotische Produkte problematisch

Lebensmittel aus deutscher Herkunft schnitten demnach häufig gut ab. Ein weiteres Ergebnis: Produkte aus der EU waren weniger belastet als vergleichbare Ware aus der Türkei. Die in der EU gültigen Pestizid-Höchstwerte überschritten vor allem Tafeltrauben, Paprika, Birnen, Zucchini und Grapefruit aus der Türkei.

Problematisch laut Greenpeace waren zudem exotische Produkte wie Okra- und Chilischoten aus Indien und Thailand. Hohe Giftgehalte fanden sich nach wie vor im Kopfsalat aus Belgien, den Niederlanden und Italien. Knapp ein Drittel aller Produkte bewertete Greenpeace als nicht empfehlenswert.

"Wer Pestizide im Essen vermeiden will, sollte Bio-Ware wählen oder auf das Herkunftsland von Obst und Gemüse achten", riet der Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Pestizide können den Hormonhaushalt und das Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen.

science.ORF.at/dpa