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Schwarzes Loch, künstlerische Darstellung

Rekordblick auf Schwarzes Loch

Mit bisher unerreichter Schärfe haben Astronomen auf das zentrale Schwarze Loch einer mehr als fünf Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie geblickt, und zwar mit zweimillionenfacher Vergrößerung. Das ist, als würde man von Österreich aus eine Zeitung in Los Angeles lesen.

Astronomie 18.07.2012

Für diesen Rekordblick hatte das internationale Astronomenteam drei große Radioteleskope in Chile, den USA und auf Hawaii zusammengeschaltet. So entstand ein virtuelles Riesenteleskop mit Tausenden Kilometern Durchmesser. Die Detailschärfe eines Teleskops hängt von seinem Durchmesser ab.

Der Blick des virtuellen Superteleskops ist dadurch rund zwei Millionen Mal schärfer als der des menschlichen Auges, wie die Europäische Südsternwarte (ESO) erläuterte.

Submillimeter-Teleskop (SMT)

ESO

Eines der drei beteiligten Teleskope: das Submillimeter-Teleskop (SMT) in 3.100 m Höhe auf dem Gipfel des Mount Graham in Arizona.

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Über diese Studie berichtete auch "Wissen aktuell"

Die Messungen zeigten, dass die Radiosignale der Galaxie mit der Katalognummer "3C 279" aus einem eng begrenzten Bereich im Zentrum kommen. Die Astronomen vermuten dort ein gigantisches Schwarzes Loch mit der Masse von rund einer Milliarde Sonnen. Wegen der Entfernung der Galaxie konnte jedoch selbst das Superteleskop die Umgebung des Schwarzen Lochs nicht detailliert zeigen.

Die Technik, mit der zuvor bereits andere Radioteleskope zusammengeschaltet wurden, soll nun weiterentwickelt und mit anderen Teleskopen ergänzt werden. So hoffen Astronomen, noch detaillierter in ferne Galaxien blicken zu können und vielleicht einmal den Schatten des zentralen Schwarzen Lochs in unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, direkt zu erspähen.

science.ORF.at/dpa

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