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Gerodetes Stück Regenwald im Lore Lindu Nationalpark in Sulawesi (Indonesien)

Regenwald-Zerstörung macht Tropen trockener

Die Abholzung des Regenwalds sorgt laut britischen Forschern für weniger Niederschlag und macht die Tropen somit trockener. Sie haben den Zusammenhang von Regen und Vegetation mit Hilfe von Satellitendaten untersucht. Ihre Beobachtungen bestätigen Klimamodelle.

Umwelt 05.09.2012

Für mehr als 60 Prozent der tropischen Landfläche gilt demnach: Luftmassen, die über stark bewachsene Flächen gezogen waren, produzierten doppelt so viel Regen wie die, deren Weg über eher kahle Gebiete geführt hatte, schreibt das Team um Dominick Spracklen von der Universität in Leeds. Die Ergebnisse haben die Forscher im Fachjournal "Nature" veröffentlicht.

Niederschläge werden weiter zurückgehen

Die Studie:

"Observations of increased tropical rainfall preceded by air passage over forests" von Dominick Spracklen et al. ist am 6. September 2012 in "Nature" erschienen.

Die Wissenschaftler werteten für ihre Studie Daten von Satelliten sowie vom Blattflächenindex (LAI = leaf area index) aus. Dieser Index gibt Auskunft über die Dichte des Waldes - er berechnet sich aus Blattfläche pro Einheit Bodenoberfläche. in der Studie erfast wurden die tropischen Regenwälder im brasilianischen Minais Gerais, am Amazonasbecken, im afrikanischen Kongobecken sowie im Süden Kongos.

Ein Szenario der Forscher für das Jahr 2050 im Amazonasbecken ergab: Wenn weiter so viel Regenwald abgeholzt wird wie seit Beginn der 2000er Jahre, wird sich der Niederschlag während der Regenzeiten um 12 Prozent reduzieren, während der Trockenzeit sogar um 21 Prozent.

science.ORF.at/dpa

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