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Weltraumteleskop "Hubble"

"Hubble" übertrifft sich selbst

Das Weltraumteleskop "Hubble" hat den bisher tiefsten Blick ins Weltall geworfen: Die Langzeitbelichtung mit dem Namen "Hubble extreme Deep Field" (XDF) enthüllt rund 5.500 Galaxien in einer Entfernung von bis zu 13,2 Milliarden Lichtjahren.

Tiefenblick 26.09.2012

Das teilte das US-amerikanische Weltraumteleskop-Forschungsinstitut STScI in Baltimore mit.

In die Vergangenheit spähen

"Das XDF ist die tiefste Himmelsaufnahme, die je erzielt wurde, und enthüllt die schwächsten und fernsten Galaxien, die je beobachtet wurden", erläuterte Garth Illingworth von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz in der Mitteilung. "XDF ermöglicht uns, weiter zurück in der Zeit zu spähen als jemals zuvor."

Das XDF ist ein Ausschnitt aus dem "Hubble Ultra Deep Field" (UDF) der Jahre 2003/2004 aus dem südlichen Sternbild Fornax (chemischer Ofen). Für die neue Aufnahme hatte das Teleskop einen winzigen Himmelsbereich, der nur ein Bruchteil so groß ist wie der Vollmond, in den vergangenen zehn Jahren insgesamt etwa 555 Stunden lang beobachtet. Auf diese Weise wurden noch Galaxien sichtbar, die zehn Milliarden Mal schwächer leuchten als mit dem bloßen Auge zu sehen.

Ö1 Sendungshinweis:

Über Hubble berichtet auch Wissen Aktuell am 26.9. um 13:55.

Galaxien, aus der perspektive von Hubble

NASA, ESA, G. Illingworth, D. Magee, and P. Oesch (University of California, Santa Cruz), R. Bouwens (Leiden University), HUDF09 Team

Das neue Bild ist eine Kompilation von zehn Jahren Hubble-Forschung

Die fernste Galaxie in der Aufnahme stammt aus einer Zeit, als das Universum erst 450 Millionen Jahre alt war. Zum Vergleich: Inzwischen sind bereits 13.700 Millionen Jahre seit dem Urknall vergangen.

Das aus 2.000 Einzelaufnahmen zusammengesetzte Bild enthält die Geschichte der Galaxienentwicklung fast seit dem Urknall bis heute. Sowohl die uralten, winzigen Saaten der heutigen majestätischen Spiralgalaxien sind darauf zu sehen als auch alte, rote Galaxien, die kaum noch neue Sterne produzieren.

science.ORF.at/dpa

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