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Waldlichtung

20.000 Arten drohen auszusterben

Mehr als 400 Tier- und Pflanzenarten sind neu in die Rote Liste bedrohter Spezies aufgenommen worden. Insgesamt stünden damit mehr als 20.000 Arten akut vor dem Aussterben, heißt es in einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN).

UN-Konferenz 17.10.2012

Sie wurde bei der Konferenz zur Artenvielfalt im indischen Hyderabad vorgestellt. An der Konferenz nahmen Umweltminister aus mehr als 70 Staaten teil. Neu auf der Liste sind etwa der Ägyptische Dornschwanz, eine Eidechsenart, und der Sichuan-Taimen, ein seltener Fisch aus China. Zwei Wirbellose, eine Schabenart von den Seychellen und eine kaum bekannte Schlange, die im US-Bundesstaat Alabama entdeckt wurde, kamen ebenfalls dazu.

Laut der Studie sind in Madagaskar inzwischen 83 Prozent der 192 Palmenarten bedroht. Diese würden von der armen Bevölkerung als Nahrungsquelle und Baumaterial genutzt. Bereits davor hatte die Konferenz bekanntgegeben, dass auch die Lemuren auf der ostafrikanischen Insel bedroht seien.

Amphibien und Korallen besonders gefährdet

"Die Zahlen steigen", sagte die Leiterin der IUCN-Abteilung für die Erhaltung der Artenvielfalt, Jane Smart. "Der Rückgang der Biodiversität lässt sich nicht wirklich messen, weil das Thema so komplex ist. Die Rote Liste ist das beste Mittel, das uns zur Verfügung steht." Auf der Liste stehen nach Angaben Smarts insgesamt gut 65.500 Arten, knapp ein Drittel davon gelte als akut vom Aussterben bedroht. Ein Viertel aller Säugetiere, 13 Prozent der Vögel, 41 Prozent der Amphibien und ein Drittel aller riffbildenden Korallen seien gefährdet.

Bei der zweiwöchigen Konferenz der 184 Unterzeichnerstaaten der Biodiversitätskonvention (CBD) ging es um die Finanzierung von Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt, die 2010 bei einer Vorläuferkonferenz im japanischen Nagoya vereinbart worden waren. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen gerieten die Finanzierungsverhandlungen in Hyderabad allerdings ins Stocken.

Die in Nagoya gesteckten Ziele sollen bis zum Jahr 2020 erreicht werden. Dazu gehört, den Schwund natürlicher Lebensräume zu halbieren, die Zahl der unter Schutz stehenden Naturgebiete zu erhöhen und das Aussterben von auf der Roten Liste stehenden Arten zu verhindern. Nach Angaben von Experten werden bis zu 330 Milliarden Euro pro Jahr benötigt, um diese Ziele zu erreichen. Die derzeitigen weltweiten Ausgaben für den Erhalt der Biodiversität werden auf 7,7 Milliarden Euro im Jahr geschätzt.

science.ORF.at/APA/AFP

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