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Gewitterwolken im Abendrot

Plattform für Wetterwarnungen erweitert

Die offizielle europäische Plattform für Wetterwarnungen wird immer umfangreicher. Auf meteoAlarm stehen mittlerweile Wetterwarnungen von 33 Staaten zur Verfügung. Seit gestern Mittag sind auch die Warnungen aus Montenegro online.

Vorhersage 18.10.2012

Initiiert wurde die Warnplattform von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Österreich. Michael Staudinger, Direktor der ZAMG und Mitbegründer von meteoAlarm: "Die Warnplattform www.meteoalarm.eu ist seit 2007 operationell und hat seither mehr als drei Milliarden Zugriffe. Die positiven Rückmeldungen bestätigen, dass meteoaAlarm den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzern entspricht. In den nächsten Monaten nationalen Wetterdienste aus Bosnien und Herzegowina sowie aus Albanien ein."

Übersichtlich und leicht verständlich

Die Idee von MeteoAlarm ist ein übersichtliches, leicht verständliches System von Symbolen und farbkodierten Landkarten, die Wetterwarnungen für die nächsten 48 Stunden aus ganz Europa zeigen. Ausgehend von der Übersicht für Europa ruft man regionale Warnungen der einzelnen Wetterdienste ab.

MeteoaAlarm steht in 30 Sprachen kostenlos zur Verfügung und liefert unter anderem Geschäfts- und Urlaubsreisenden sowie dem Zivilschutz und Einsatzorganisationen wie etwa Bergrettungsdiensten wertvolle Basisinformationen. MeteoaAlarm ist ein Projekt von EUMETNET, dem Netzwerk der europäischen Wetterdienste, und wird von der ZAMG in Österreich und dem KNMI in den Niederlanden koordiniert und verwaltet.

Maritim bis alpin

Montenegro, das neue Mitglied von www.meteoalarm.eu, weist sehr unterschiedliche klimatische Verhältnisse auf, mit starken Jahresschwankungen. An der Küste herrscht mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommermonaten und milden, niederschlagsreichen Wintermonaten. Im Landesinneren dominiert in vielen Regionen alpines Klima.

Die Teilnahme an metoAlarm sehen die Verantwortlichen des Hydrometeorologischen und Seismologischen Dienst Montenegro (HMZCG) als wichtigen Schritt: Branko Micev vom HMZCG: "Die Einbindung in das europäische Wetterwarnprogramm ermöglicht Montenegro die Partizipation in einem transnationalen Daten- und Wissensaustausch und zeigt die Wichtigkeit EU-weiter Kooperationen. Wir freuen uns auf eine interessante und aufschlussreiche
Zusammenarbeit."

science.ORF.at

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