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Bereits eine Milliarde Austro-Dateien

Das "Web@rchiv Österreich", in dem die Nationalbibliothek (ÖNB) seit 2009 das österreichbezogene Internet für die Nachwelt sichert, hat nach eigenen Angaben eine Schallmauer durchbrochen: Es umfasst mittlerweile eine Milliarde Einzeldateien. Diese belegen ein Speichervolumen von 26 Terabyte.

Internet 08.11.2012

Die ÖNB berücksichtigt dabei über 2,5 Millionen öffentliche, freizugängliche Internetseiten mit Österreichbezug. "Ziel des Web@rchiv Österreich ist es, ein großflächiges Abbild des österreichischen Webspace zu erhalten", so die ÖNB am Donnerstag in einer Aussendung.

Inhalte, die bereits verschwunden sind

Durch das Webarchiv wird der Zugang zu Webseiten ermöglicht, die bereits aus dem Internet verschwunden sind. Für die Nationalbibliothek gehören die im World Wide Web publizierten Inhalte ebenso zum nationalen Kulturgut eines Landes wie Printmedien.

Durch eine 2009 verabschiedete Mediengesetznovelle ist die ÖNB dazu berechtigt, österreichische Webseiten zu sammeln, zu archivieren und den Benützern der Bibliothek zugänglich zu machen. Für den Zugriff stehen in der Nationalbibliothek spezielle Terminals zur Verfügung, in denen nach Internetadressen, nicht aber nach Volltext gesucht werden kann.

Webrcrawler durchforsten .at-Domain

Im Rahmen der Archivierung werden Webseiten mit sogenannten Webcrawlern automatisiert gesammelt. So wird regelmäßig die gesamte ".at"-Domain gespeichert, darüber hinaus werden Seiten mit Österreichbezug, Webseiten zu speziellen Themenbereichen wie Politik, Kultur, Medien, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Onlineinhalte zu speziellen Anlässen und Großereignissen (z.B. Wahlen) archiviert.

Für 2013 ist ein Politikschwerpunkt mit Inhalten zu politischen Parteien und zur Nationalratswahl geplant.

science.ORF.at/APA

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