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Geburtsgewicht beeinflusst Gehirngröße

Wie groß unser Gehirn im Laufe des Lebens wird, hängt auch vom Geburtsgewicht ab, berichten US-Forscher. Einen Zusammenhang mit geistigen Fähigkeiten konnten die Wissenschaftler aber nicht herstellen.

Neuropsychologie 20.11.2012

Den Zusammenhang zwischen geistigen Eigenschaften und der Entwicklung im Mutterleib untersuchen Wissenschaftler schon lange. Über die Beziehung zwischen dem Geburtsgewicht von Säuglingen und der Gehirnentwicklung in späteren Lebensphasen war bisher aber nur wenig bekannt.

Die Studie:

"Long-term influence of normal variation in neonatal characteristics on human brain development" erscheint zwischen 19. und 25. November 2012 in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" (DOI: 10.1073/pnas.1208180109).

Größere Oberfläche und Volumen

Das Team um die norwegische Neuropsychologin Kristine Walhovd verglich in einer Studie das Geburtsgewicht von 628 gesunden amerikanischen Kindern und Erwachsenen mit Struktur, Umfang und Gewicht ihres Gehirns.

Dabei fanden die Forscher heraus, dass die Probanden, die als Neugeborene schwerer waren, sowohl eine größere Oberfläche in vielen Hirnregionen als auch insgesamt ein größeres Gehirnvolumen hatten. Faktoren wie Alter, Geschlecht, Haushaltseinkommen oder genetische Abstammung hatten die Autoren dabei berücksichtigt.

Gleiche kognitive Leistung

Um festzulegen, ob das Geburtsgewicht auch die Informationsverarbeitung im Gehirn beeinflusst, testeten die Autoren die kognitiven Fähigkeiten ihrer Probanden. Obwohl der Vergleich eine Verknüpfung zwischen der Hirnfunktion und dem Bereich der für das Denken relevanten Gehirnregion zeigte, fanden die Neuropsychologen keine Verbindung zwischen dem Geburtsgewicht und der Gehirnleistung.

Dennoch sollten die Forschungsergebnisse dazu dienen, frühe Einflüsse auf die Hirnentwicklung genauer zu beobachten, betonen die Wissenschaftler.

science.ORF.at/APA/dpa

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