Standort: science.ORF.at / Meldung: "Immer mehr Gewalt in James-Bond-Filmen"

James-Bond-Darsteller Daniel Craig mit einer Pistole in der Hand.

Immer mehr Gewalt in James-Bond-Filmen

Kinoheld James Bond macht einer Studie zufolge immer häufiger von seiner Lizenz zum Töten Gebrauch. In heutigen Filmen sind laut einer Studie doppelt so viele Gewaltdarstellungen wie noch vor 50 Jahren zu sehen.

Lizenz zum Töten 11.12.2012

Die Anzahl "leichter" Gewaltakte wie Raufereien blieb demnach gleich, dafür gab es dreimal so viel "schwere" Gewalt wie Schießereien, bewaffnete Angriffe und Todesfälle zu sehen, ergab eine Studie der neuseeländischen Universität Otago. Am sanftesten ist demnach der Klassiker "Leben und sterben lassen" mit Roger Moore von 1973.

Die Studie:

"Bond, James Bond: A Review of 46 Years of Violence in Films" ist in der Dezemberausgabe der "Archives of Pediatric and Adolescent Medicine" erschienen (doi:10.1001/jamapediatrics.2013.437).

Desensibilisierung

Die Analyse habe ergeben, dass die Agentenfilme bei jungen Menschen "zu einer Desensibilisierung gegenüber Gewaltakten oder aggressivem Verhalten" beitragen könnten, teilte der Ko-Autor der Studie, Bob Hancox, mit.

Für ihre Arbeit hatten die Forscher 22 Filme der Reihe von "007 jagt Dr. No" aus dem Jahr 1962 bis "Ein Quantum Trost" von 2008 gesichtet. Der aktuelle Bond-Streifen "Skyfall" wurde nicht in die Studie einbezogen, weil die Auswertung vor seinem Erscheinen begann.

science.ORF.at/APA/AFP

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