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NS-Funktionäre unter Hakenkreuzfahne

NS-Erinnerungsstätte in Nürnberg

Der Schwurgerichtssaal 600 im Nürnberger Justizpalast soll die einzige Stätte zur Erinnerung an die Prozesse gegen die Hauptkriegsverbrecher der Nazi-Zeit werden.

Zeitgeschichte 19.12.2012

Dazu unterstützt das Kabinett einen entsprechenden Antrag für eine Anerkennung als Unesco-Weltkulturerbe sowie für eine "Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien", wie die bayrische Staatsregierung am Dienstag nach einer Sitzung in der Nürnberger Kaiserburg mitteilte.

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Über dieses Thema berichtet auch "Wissen aktuell", Mittwoch, 19. 12. 2012, 13:55 Uhr

Geplant ist, den Saal in den Originalzustand zurückzuversetzen, um ein anschauliches Bild der nationalsozialistischen Terrorherrschaft und der Entwicklung des modernen Völkerstrafrechts zu bieten. Als Ersatz wird am Westflügel des Justizpalastes ein Neubau für rund 20 Millionen Euro entstehen. Die "Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien" soll in den angrenzenden Räumen zum Saal 600 untergebracht werden und vor allem Forschungen zum Völkerstrafrecht betreiben.

Der Saal 600 war vor mehr als 60 Jahren Schauplatz der Nürnberger Prozesse. Vor einem Viermächte-Tribunal hatten sich seinerzeit unter anderem Reichmarschall Hermann Göring, Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß und andere Nazi-Führer für ihre Untaten während der NS-Diktatur verantworten müssen.

science.ORF.at/dpa

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