Standort: science.ORF.at / Meldung: "Gigantische Einschlagstelle entdeckt "

Asteroid kollidiert mit der Erde

Gigantische Einschlagstelle entdeckt

Wissenschaftler haben in Südaustralien den drittgrößten Asteroidenkrater der Erde entdeckt. Vermutlich löste der Einschlag vor 360 Millionen Jahren ein Massensterben aus.

Asteroid 20.02.2013

"Die meisten Impaktzonen von Asteroiden sind etwa 100 Meter groß. Aber diese ist riesig", kommentiert der australische Astronom Simon O'Toole eine aktuelle Studie im Fachblatt "Tectonophysics". Sie beschreibt die bislang unbekannten Spuren einer Großkollision, die sich am Ende des Devon zugetragen haben muss.

Der zurückgebliebene Krater, 200 Kilometer im Durchmesser, ist nicht direkt sichtbar. Mittlerweile haben sich vier Kilometer Gestein über die Zone geschoben. Doch seismische Anomalien sowie die Mikrostruktur von Quarzsanden führten Andrew Glikson und seine Mitarbeiter auf die richtige Spur.

Der im heutigen East Warburton Basin detonierte Himmelskörper dürfte einen Durchmesser von 20 Kilometer gehabt haben. Groß genug, um eine globale Katastrophe auszulösen. Einen definitiven Beweis dafür haben Glikson und Co. noch nicht in Händen.

"Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass eine Verbindung zu einem Massensterben in dieser Zeit besteht", sagt der Geologe von der Australien National University. Offen ist auch, ob der Asteroid vor seinem Einschlag entzwei gebrochen ist. In West Warburton haben die Forscher nämlich ebenfalls eine verdächtige geologische Schicht entdeckt. Möglicherweise beherbergt sie einen Zwillingskrater, der von demselben kosmischen Geschoß stammt.

Robet Czepel, science.ORF.at

Mehr zu diesem Thema: