Standort: science.ORF.at / Meldung: "Europa und Russland besiegeln Marsmissionen"

der Trace Gas Orbiter der ESA soll die Atmosphäre des Mars erkunden

Europa und Russland besiegeln Marsmissionen

Europa und Russland haben gestern eine Vereinbarung über ein gemeinsames Forschungsprogramm für den Mars besiegelt. Zwei Forschungssonden sollen im Rahmen des Programms ExoMars auf die Suche nach Spuren von Leben auf dem roten Planeten geschickt werden.

Raumfahrt 15.03.2013

Das Marsprogramm sieht den Start einer Atmosphärensonde und eines Landesgerätes im März 2016 sowie eines Roboters 2018 vor.

Suche nach Leben

Die erste Sonde soll nach Methangas und anderen biologischen Hinweisen auf Leben in der Marsatmosphäre suchen, die "Rückschlüsse auf aktive biologische oder geologische Prozesse ermöglichen könnten".

Der ExoMars-Rover der ESA

ESA

Der ExoMars-Rover.

Mit dem zweiten Raketenstart soll ein sechsrädriger Rover auf dem roten Planeten landen, der die Planetenoberfläche nach Spuren von gegenwärtigem oder früherem Leben abtastet. "Dies wird der erste Mars-Rover sein, der Bohrungen von bis zu zwei Meter Tiefe ermöglicht und so Proben entnehmen kann, die von den extremen Bedingungen der Oberfläche abgeschirmt werden, deren Strahlung und oxidierende Substanzen organische Verbindungen leicht zerstören können", betonte die ESA.

Die ESA stellt die Atmosphärensonde und das Landegerät für die Mission 2016 sowie den Rover und das Transportmodul für die Mission 2018 bereit. Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos ist bei der Mission 2018 unter anderem für das Landemodul verantwortlich und liefert für beide Missionen die Trägerraketen für den Start ins All. Aus dem 2005 begonnenen ExoMars-Projekt, in das bisher mehr als 400 Millionen Euro investiert wurden, hatte sich die US-Raumfahrtorganisation NASA im Februar 2012 zurückgezogen. Nun soll aber auch die NASA einen "wichtigen Beitrag" zum Marsprojekt leisten.

science.ORF.at/APA/AFP

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