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Füße von unten in Nahaufnahme

Pilze lieben Füße

Von der Ferse bis zur Zehenspitze: Unsere Füße werden besonders gern von verschiedenen Pilzen besiedelt. Forschern zufolge befinden sich an der Ferse im Schnitt 80 verschiedene Gattungen dieser Mikroorganismen.

Hautflora 22.05.2013

Im Gegensatz dazu gebe es an zentral gelegeneren Hautstellen wie dem Rücken oder dem Kopf nur zwischen zwei und zehn Pilzgattungen. In ihrer Studie erstellten die Wissenschaftler um Julia Segre vom National Human Genome Research Institute in Bethesda eine Art Mikroben-Landkarte für den menschlichen Körper.

Neigung zu Fußpilz

Die Studie in "Nature":

"Topographic diversity of fungal and bacterial communities in human skin" von Keisha Findley et al., erschienen am 22. Mai 2013.

Auf unserem Körper siedelt eine Vielzahl von Mikroorganismen. Einige dieser Kleinstlebewesen gehören zur natürlichen Hautflora: Sie schaden nicht oder können sogar nützlich sein. Auf der anderen Seite bildet die Haut auch eine wichtige Barriere für Keime, die den Körper krank machen können. Bisherige Untersuchungen konzentrierten sich vor allem auf die Frage, welche Bakterien auf unserer Haut siedeln. "Unsere Studie richtet den Fokus auf Hautareale, in denen wir Krankheiten finden, die mit Pilzen in Verbindung stehen", schrieb Mitautorin Heidi Kong.

In ihrer Studie untersuchten die Forscher bei zehn gesunden Erwachsenen 14 unterschiedliche Hautregionen. Die Probanden durften sich einen Tag vor der Untersuchung nicht baden oder waschen. Mithilfe von genetischen Analysemethoden konnten die Wissenschaftler feststellen, welche und wie viele Gattungen der Mikroorganismen an den einzelnen Regionen siedeln.

An unseren Füßen tummeln sich demnach besonders viele verschiedene Pilze: Im Schnitt 80 Gattungen konnten die Forscher an der Ferse finden, am Zehennagel waren es 60 Gattungen, im Zehenzwischenraum 40 Gattungen. Diese Regionen seien auch häufig von Pilzerkrankungen betroffen, schrieben die Forscher.

Bakterien anders verteilt

Anders sah das Bild am restlichen Körper aus. An den Arm- und Handregionen fanden die Wissenschaftler zwischen 18 und 32 Pilzgattungen. Bei den zentralen Arealen wie Rücken, Leiste, Hinterkopf, Ohr und Nasenloch waren es nur zwei bis zehn Gattungen. Malassezia-Hefepilze waren hier vorherrschend.

Der Vergleich mit der Verteilung von Bakterien auf dem Körper der Probanden zeigte: Auch hier konnte man zwischen den Regionen Arm, Fuß und zentralen Arealen unterscheiden. Doch im Gegensatz zu den Pilzen gab es bei den Bakterien die größte Gattungsvielfalt nicht an den Füßen, sondern an Arm und Hand, schreiben die Autoren.

Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse über die Zusammensetzung und die Verteilung von Pilzen und Bakterien dabei helfen können, die Entstehung bestimmter Hautkrankheiten besser zu verstehen.

science.ORF.at/APA/dpa

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