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Der Mondsee in der Dämmerung

Bis 2050: Österreichs Seen drei Grad wärmer

Aufgrund des Klimawandels wird die Oberflächentemperatur österreichischer Seen bis zum Jahr 2050 je nach Region um bis zu drei Grad Celsius steigen. Das zeigt eine Prognose des Innsbrucker Limnologen Martin Dokulil.

Klimawandel 07.06.2013

"Steigender Nährstoffgehalt"

Im Rahmen seiner Studie hat Dokulil die Oberflächentemperatur von neun heimischen Seen analysiert - nämlich Bodensee, Neusiedler See, Attersee, Traunsee, Mondsee, Wolfgangsee, Millstätter See, Ossiacher See und Wörther See. Sie alle sind größer als zehn Quadratkilometer und liegen in verschiedenen klimatischen Zonen des Landes.

Als Ausgangspunkt nahm der Limnologe die Langzeit-Datenaufzeichnungen aus den Hydrographischen Jahrbüchern Österreichs der Jahre 1965 bis 2009. Dann rechnete der mittlerweile im Ruhestand befindliche Wissenschaftler Temperaturverläufe für das Oberflächenwasser bis 2050 hoch. Das Resultat laut Studie: Die Temperatur werde um 0,6 Grad Celsius pro Jahrzehnt ansteigen und damit 2050 um 2,4 bis 3,2 Grad Celsius höher liegen als heute.

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Über dieses Thema berichtet auch "Wissen aktuell", Fr | 7.6.2013 | 13:55 Uhr.

Diese Temperaturveränderungen "können zu einem steigenden Nährstoffgehalt führen, die Wasserqualität durch eine verstärkte Algenblüte beeinträchtigen und die biologischen Funktionen von Wasserorganismen außer Kraft setzen", so Dokulil. Ein wesentlicher Anstieg der Sommertemperaturen werde auch den Kohlenstoffkreislauf in den Seen beeinflussen, mit möglichen Auswirkungen auf den Anteil des Kohlendioxids in der Atmosphäre und auf das Klima der Erde.

science.ORF.at/APA

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