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Palmen im Sturm

Mehr Klimaextreme denn je

Wirbelstürme, Überschwemmungen und Hitzewellen: Zwischen den Jahren 2001 und 2010 hat die Welt mehr extreme Klimaerscheinungen erlebt als früher. UN-Experten zufolge war die erste Dekade des 21. Jahrhunderts auch die wärmste seit 1850.

Studie 04.07.2013

Der Trend zur Erderwärmung setze sich fort, erklärten Wissenschaftler der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Mittwoch in Genf. "Steigende Konzentrationen von Treibhausgasen verändern unser Klima mit weitreichenden Folgen", warnte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud bei der Vorlage der Studie "The Global Climate 2001-2010, A Decade of Climate Extremes". Dafür hatten meteorologische Dienste Daten aus 139 Ländern zusammengetragen.

Temperaturrekord und Eisschmelze

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Über dieses Thema berichtet auch "Wissen aktuell", 4.7.2013, 13:55 Uhr.

Laut Bericht stieg die weltweite jährliche Durchschnittstemperatur auf 14,47 Grad Celsius - das sind 0,47 Grad mehr als im Zeitraum von 1961 bis 1990. Zudem beschleunige sich der Trend: Zwischen dem letzten Jahrzehnt und dem Zeitraum von 1991 bis 2000 wurde es weltweit um 0,21 Grad wärmer - auch das ist Rekord für zwei aufeinanderfolgende Dekaden seit Beginn entsprechender Aufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts.

Eine Folge der Erwärmung ist laut WMO eine stärkere Eisschmelze. So sei die Eisdecke in der Arktis in der zurückliegenden Dekade im Vergleich zu den 60er Jahren rapide geschrumpft. Im Jahr 2007 habe sie um 39 Prozent unter dem langjährigen Mittel gelegen. Dieser Rekord sei 2012 gebrochen worden, heißt es in dem Bericht weiter.

Mehr Wirbelstürme, mehr Todesfälle

Zugleich nahm die Zahl tropischer Wirbelstürme im Nordatlantik zu: Sie stieg von zwölf im langfristigen jährlichen Mittel (1981 bis 2010) auf durchschnittlich 15 zwischen 2001 und 2010. Weltweit wurden in der zurückliegenden Dekade fast 170.000 Menschen durch Stürme getötet. Dennoch sank im vorigen Jahrzehnt die Zahl der Toten durch Stürme im Vergleich zum Zeitraum 1991 bis 2000 um 16 Prozent. Dies sei vor allem den Frühwarnsystemen und der besseren Vorbereitung auf Unwetter zu verdanken.

Insgesamt kamen laut WMO mehr als 370.000 Menschen infolge extremer Wetter- und Klimabedingungen ums Leben. Das seien 20 Prozent mehr als in der Dekade von 1991 bis 2000. Die Steigerung basiert vor allem darauf, dass deutlich mehr Menschen durch Hitzewellen starben.

WMO-Chef Jarraud wies aber auch darauf hin, dass Wetterkatastrophen nicht zwangsläufig Folge der Erderwärmung seien. Parallel dazu vollzögen sich "natürliche Schwankungen des klimatischen Systems". Es sei allerdings längst klar, dass die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre das Klima negativ beeinflusse. Welche Rolle natürliche Schwankungen spielten, müssten weitere langfristige Studien genauer klären.

science.ORF.at/dpa

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