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Füße gehen auf einem Steg bei einem Gewässer

Menschlicher Fuß flexibler als gedacht

Der menschliche Fuß ist viel beweglicher als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, bei der der Gang von Erwachsenen auf einem Laufband ganz genau analysiert wurde. Außerdem ähnelt er durchaus dem der großen Menschenaffen.

Anatomie 21.08.2013

Seit Jahrzehnten waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass der Fuß des Menschen prinzipiell anders ist als der seiner nächsten Verwandten - mit einem steifen Bogen in Längs- und Querrichtung, der sein Gewicht beim aufrechten Gang abfedert. Das sei falsch, berichten jetzt Forscher der Universität Liverpool.

Für viele Böden geeignet

Die Studie in den "Proceedings oft he Royal Society":

"The evolution of compliance in the human lateral mid-foot" (sobald online) von Karl T. Bates et al., erschienen am 21. August 2013.

Karl Bates und sein Team wollten die These von der Sonderstellung der Menschen aufgrund seiner Fußmechanik auf den Prüfstand stellen. Dazu ließen sie 45 Erwachsene aller Altersstufen auf einem Laufband gehen, das die Druckverteilung aufnahm. Aus den so gewonnenen 25.000 Druckmustern - kombiniert mit Kameraaufnahmen - gewannen sie ein Bild von der Dynamik des Gehens und den Kräften im Fußbereich.

Entgegen der alten Theorie fanden sie, dass etwa zwei Drittel der gesunden Menschen beim Gehen den Boden mit der Sohle des Mittelfußes berühren. Demnach ist der menschliche Fuß viel flexibler als gedacht. Die Druckverteilung des Mittelfußes war laut Studie sehr variabel - und zwar so sehr, dass sie sich mit den Werten überlappt, die man etwa bei den großen Menschenaffen finden kann.

"Unsere Vorfahren haben möglicherweise zunächst ihre flexiblen Füße entwickelt, als sie vor allem auf Bäumen lebten", erläutert Bates. Beim Übergang zu einem Leben auf dem Boden entwickelten sich die Füße dennoch nicht so radikal zu steifen, schnellen Laufwerkzeugen. "Wir vermuten, dass der Mensch sich seine Flexibilität in den Füßen bewahrt hat, um mit sehr unterschiedlichem, hartem und weichem Grund bei langen Strecken klar zu kommen."

science.ORF.at/dpa

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