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Jemand sperrt eine Tür mit einem Schlüssel.

"Europa soll Vorreiter für Open Access werden"

Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen befindet sich im Aufwind. Doch die Übergangsphase zu "Open Access" droht lang und teuer zu werden. Vorschläge um dies zu verhindern, macht der scheidende Präsident des Wissenschaftsfonds (FWF) Christoph Kratky in einem aktuellen "Nature"-Kommentar.

Publikationen 29.08.2013

So sollte es in Anbetracht der Marktmacht großer Wissenschaftsverlage Förderungsorganisationen und Forschungsträgern über die Grenzen hinweg gelingen, gemeinsame Positionen und Programme zu entwickeln. Europa sei geradezu prädestiniert, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen, schreibt Christoph Kratky, der dieser Tage seine Agenden an die neue FWF-Präsidentin Pascale Ehrenfreund übergibt.

Der Kommentar:

"A coordinated approach is key for open access" von Christoph Kratky ist am 28.8. in "Nature" erschienen.

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Die Förderer sollten helfen, nicht-kommerzielle Veröffentlichungsmodelle zu etablieren, die von Universitäten und anderen Forschungsinstitutionen getragen werden. Nationale Alleingänge würden dabei nichts bewirken. Zwar koste der Übergang zum Open-Access-Modell anfangs viel Geld, es sei aber noch immer "billiger, jetzt zu investieren als die Agonie zu verlängern".

Vorbild könnte der FWF selbst sein, der laut Kratky heute schon 0,8 Prozent seines Jahresbudgets - rund 1,5 Millionen Euro - für Open-Access-Veröffentlichungen ausgibt. Gerade im Laufen ist auch eine eigene Förderschiene, die die Gründung von Open-Access-Fachzeitschriften im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK) unterstützt.

Kratkys Kommentar in "Nature" - einer klassischen Subskriptionszeitschrift - ist übrigens "open" erschienen.

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