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Das Gesicht eines müden Mannes.

Diabetiker leiden unter Depressionen

Diabetes bereitet nicht nur körperliche Probleme, die Krankheit ist auch in psychischer Hinsicht eine Belastung: für Patienten und deren Angehörige, wie eine groß angelegte Studie zeigt.

Medizin 03.10.2013

83 Millionen Menschen sind in den OECD-Ländern von Diabetes betroffen, bis zum Jahr 2030 werden es Schätzungen zufolge 100 Millionen sein. Wie dramatisch die psychosozialen Folgen sein können, zeigt die in 17 Ländern und vier Kontinenten durchgeführten Studie "Diabetes Attitudes, Wishes and Needs 2" (DAWN 2): Mit insgesamt 15.438 Teilnehmern ist sie die bislang größte Erhebung zu den psychosozialen Belastungen von Diabetes-Patienten und deren Angehörigen.

Einige Ergebnisse: Nahezu jeder zweite Mensch mit Diabetes empfindet die Krankheit als hohe Belastung, jeder siebente leidet deshalb an Depressionen. Für rund ein Fünftel aller Diabetiker wirkt sich ihre gesundheitliche Situation auch negativ auf familiäre und soziale Beziehungen aus.

Nur knapp die Hälfte aller Menschen mit Diabetes nimmt an Diabetes-Schulungsprogrammen teil. Trotz neuer Medikamente und Therapieformen verfehlen viele Betroffene den angestrebten Blutzuckerwert. Und auch wenn 85 Prozent der Menschen mit Diabetes auf die Hilfe aus dem familiären Umfeld zurückgreifen können, ist die öffentliche Unterstützung in vielen Ländern unzureichend.

science.ORF.at/APA

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