Standort: science.ORF.at / Meldung: "Versteinerte Mücke mit Blut im Bauch gefunden"

Aufnahme des von US-Forschern entdeckten 46 Millionen Jahre alten Mücken-Fossils mit Blutspuren

Versteinerte Mücke mit Blut im Bauch gefunden

US-Forscher haben ein seltenes 46 Millionen Jahre altes Mücken-Fossil entdeckt. "Es ist das erste Fossil einer Mücke, die noch mit Blut vollgesaugt ist", heißt es in der Studie.

Paläobiologie 15.10.2013

Studienleiter Dale Greenwalt vom Museum für Naturgeschichte in Washington sagte, das Blut könne von einem Vogel stammen - dies sei aber reine Spekulation, denn aus dem Fossil lasse sich keine DNA mehr gewinnen. Das "Jurrasic Park"-Szenario, wonach aus Blutresten das Erbgut von Dinosauriern isoliert und die Riesenechsen geklont werden könnten, bleibt damit reine Fiktion.

Die Studie:

"Hemoglobin-derived porphyrins preserved in a Middle Eocene blood-engorged mosquito" ist am 14. Oktober 2013 in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" erschienen (DOI:10.1073/pnas.1310885110).

Ö1 Sendungshinweis:

Über den Fund berichtet auch "Wissen Aktuell" am 15. Oktober 2013 um 13.55 Uhr.

Erhöhter Eisengehalt

Eine Aufnahme des von US-Forschern entdeckten 46 Millionen Jahre alten Mücken-Fossils mit Blutspuren.

dpa/Dale Greenwalt

Eine Aufnahme des von US-Forschern entdeckten 46 Millionen Jahre alten Mücken-Fossils mit Blutspuren.

Das älteste je entdeckte Mücken-Fossil sei mehr als doppelt so alt, enthalte aber keine Blutspuren, sagte Biochemiker Greenwalt.

Mittels Massenspektrometrie wurde im Fossil ein erhöhter Eisengehalt nachgewiesen, der auf Blutmoleküle zurückzuführen ist. Das Fundstück stammt aus der Sammlung eines Insektenkundlers, der es vor 25 Jahren im US-Bundesstaat Montana entdeckt hatte.

science.ORF.at/APA/AP

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