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Korallen im Ozean

"Killer"-Seesterne bedrohen Korallenriff

Eine Invasion von "Killer"-Seesternen bedroht das Great Barrier Reef in Australien. Die sogenannten Dornenkronen fressen Korallen und lassen kahle Riffe zurück. Wenn nicht dringend Eindämmungsmaßnahmen ergriffen würden, wird das Riff Forschern zufolge in fünf bis zehn Jahren auf seiner ganzen Länge von 2300 Kilometern befallen.

Ozean 08.11.2013

Keine Zeit für Erholung

"Einen Dornenkronen-Ausbruch gibt es alle 14 bis 15 Jahre", sagt der Korallenforschern Morgan Pratchett vom Korallenforschungsinstitut der James-Cook-Universität in Townsville. "Normalerweise erholen sich die Riffe in der Zwischenzeit. Aber das funktioniert nicht mehr, weil sie durch viele andere Störungen geschwächt sind." Pratchett nennt als Ursachen unter anderem Zyklone, Korallenbleiche und Ablagerungen auf den Korallen durch den Ausbau von Häfen und Städten entlang der Küste.

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Darüber berichtet auch Wissen Aktuell am 8.11. um 13:55.

Zwar seien erst 200 von 215 000 Einzelriffen betroffen. Aber nach Angaben von Pratchett laichen die Dornenkronen im Dezember. Eier und Sperma würden mit der Strömung nach Süden getragen. Im Jahr vernichte eine ausgewachsene Dornenkrone bis zu 20 Quadratmeter Korallen. Was die Invasion der Dornenkronen veranlasst, wisse man nicht. Die einzige Eindämmungsmethode sei die Entfernung der Seesterne von Hand.

Händisch bekämpfen

Pratchett hat nach eigenen Angaben mit seinem Kollegen Jairo Rivera Posada eine effektive Methode entwickelt. "Wir spritzen den Dornenkronen Ochsengalle", erläuterte er. "Sie sterben innerhalb weniger Stunden ab." Die toten Tiere würden nicht gefressen und zersetzten sich. Ein Taucher könne mit einem 5-Liter-Container in einer Stunde 300 Dornenkronen injizieren. "Wir brauchen mindestens fünf bis sechs Boote mit je zwölf Tauchern", sagte er.

Die Folgen des Klimawandels habe das riesige Korallenriff bislang einigermaßen gut weggesteckt, sagt Pratchett. Zusammen mit allen anderen Störungen, auch durch die Dornenkronen, seien die Korallen aber nicht mehr so widerstandsfähig. "Die Folgen werden in den nächsten zehn Jahren deutlicher zu spüren sein", betonte er.

science.ORF.at/dpa

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