Standort: science.ORF.at / Meldung: "Immer mehr Gewalt in Hollywood-Filmen"

James-Bond-Darsteller Daniel Craig mit einer Pistole in der Hand.

Immer mehr Gewalt in Hollywood-Filmen

Was viele ahnten, wollen Forscher in einer Studie nun bewiesen haben: Die Waffengewalt in Hollywood-Filmen hat sich in den vergangenen 60 Jahren mehr als verdoppelt. Was besonders überraschte: In Jugendfilmen wird laut Untersuchung inzwischen mehr geschossen als in Erwachsenenstreifen.

Medien 12.11.2013

Die Universität von Ohio untersuchte dazu 945 Kassenschlager, die Ergebnisse wurden am Montag in der "New York Times" veröffentlicht.

Die Studie:

"Gun Violence Trends in Movies" ist am 11. November 2013 online im Fachjournal "Pediatrics" erschienen (DOI: 10.1542/peds.2013-1600).

Gewalt und Sex

"Gewalt verkauft sich gut. Wir wissen das und die Industrie setzt es um", sagte Daniel Romer, einer der Autoren der Studie, der Zeitung. Die Produzenten würden Gewalt gerade in Jugendfilme packen, weil bei denen die Begleitung von Erwachsenen in den USA nur empfohlen werde. Jugendliche gingen aber lieber allein ins Kino. Und gerade diese Altersgruppe sei für gewaltreiche Filme ansprechbar.

"Wir sind der Meinung, dass Gewalt, gerade mit Waffen, kritischer gesehen werden sollte", sagte Romer weiter. Die Autoren der Studie störe vor allem, dass Filme mit sexuellem Inhalt in den USA nicht von Jugendlichen allein besucht werden dürften, gewaltreiche Filme hingegen schon. "Wir betrachten Sex als unzumutbar für Jugendliche, aber wir sollten Gewalt als unzumutbar sehen."

science.ORF.at/dpa

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