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Erdkugel: Nord- und Mittelamerika

Forscher entdecken Reste eines Urmeers

Unter dem Grund der Chesapeake Bay vor der nordamerikanischen Ostküste lagern Forschern zufolge eingeschlossene Reste eines Urmeers. Die hundert bis 145 Millionen Jahre alten Überbleibsel sind vermutlich durch einen Asteroiden- oder Meteoriteneinschlag konserviert worden.

Geologie 14.11.2013

Wasserproben aus Tiefenbohrungen wiesen einen erhöhten Salzgehalt von sieben Prozent auf - eine doppelt so hohe Konzentration wie in heutigen Ozeanen üblich.

Gigantisches Mündungsdelta

Die Chesapeake Bay ist aus dem Weltraum als gigantisches Mündungsdelta erkennbar, über das mehr als 150 Flüsse und Bäche in den Atlantik fließen. Etwa 300 bis 500 Meter unter ihrem Meeresgrund liegt ein durch Bodenablagerungen verdeckter Riesenkrater mit einem Umfang von 85 Kilometern.

Dieser entstand vor rund 35 Millionen Jahren beim Einschlag eines massiven Himmelskörpers und wurde erst in den 1990er Jahren entdeckt.

Das von dem Geologen Ward Sanford angeführte Forscherteam nimmt an, dass Wasser aus dem Urmeer - dem Nordatlantik der Oberen Kreidezeit - schon vor dem Einschlag im Sedimentgestein der Region lagerte und sich danach im Krater sammelte, wo es bis heute unter Verschluss blieb.

Bisher war der auffällig hohe Salzgehalt in Tiefbohrproben meist mit Osmose- oder Verdunstungseffekten infolge des mutmaßlichen Meteoriteneinschlags erklärt worden.

science.ORF.at/APAAFP

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