Standort: science.ORF.at / Meldung: "Dürreperioden in Europa werden häufiger"

 Ein vertrocknetes Maisfeld

Dürreperioden in Europa werden häufiger

Europa drohen einer aktuellen Studie zufolge künftig strengere und längere Dürrephasen. Ursache ist die Klimaerwärmung gekoppelt mit steigendem Wasserverbrauch, wie aus einer Untersuchung von Wissenschaftlern der EU-Forschungsstelle und der Universität Kassel hervorgeht.

Klima 10.01.2014

Vor allem in Südeuropa könnten bis zum Ende des Jahrhunderts die Niedrigwasserstände der Flüsse nochmals deutlich sinken und die Häufigkeiten von Trockenperioden um bis zu 80 Prozent zunehmen.

Intensive Trockenphasen

Die Studie "Hydrology and Earth System Sciences"

"Ensemble projections of future streamflow droughts in Europe" von G. Forzieri et al., erschienen am 9. Jänner 2014.

"Unsere Forschungen zeigen, dass viele Flussbecken vor allem im südlichen Europa infolge des Klimawandels weniger Wasser führen könnten", erläuterte der EU-Wissenschaftler Giovanni Forzieri. "Eine steigende Wassernachfrage angesichts der wachsenden Einwohnerzahl und durch die Industrie dürfte die Pegelstände der Flüsse noch weiter sinken lassen."

Länger anhaltende Dürreperioden durch die Erderwärmung dürften den Forschern zufolge vor allem auf der Iberischen Halbinsel sowie in Südfrankreich, Italien und den Balkan-Staaten auftreten. Durch den zusätzlichen Wasserverbrauch könnten aber neben dem Süden auch der Westen und die Mitte Europas sowie Teile Großbritanniens von intensiven Trockenphasen betroffen sein.

science.ORF.at/APA/AFP

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