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Temperaturen der Oberfläche der Erde im Jahr 2013 in schematischer Darstellung

Eines der wärmsten Jahre der Wettergeschichte

Das abgelaufene Jahr 2013 war eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Nationale Wetterbehörde der USA (NOAA) sieht es als viertwärmstes Jahr, die US-Raumfahrtbehörde (NASA) als siebentwärmstes.

2013 22.01.2014

Die Unterschiede liegen in verschiedenen Berechnungs- und Vergleichsmethoden der durchschnittlichen weltweiten Oberflächentemperatur zu Land und zu Wasser.

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Dem Thema widmete sich auch ein Beitrag in "Wissen aktuell" am 22.1. um 13.55 Uhr.

Beiden am Dienstag vorgestellten Ranglisten gemeinsam ist der Umstand, dass die kombinierten Werte 2013 zu "einem der wärmsten Jahre" seit 1880 macht - dem Beginn der exakten Wetteraufzeichnungen. NOAA und NASA sind sich einig, dass die Jahre 2010 und 2005 die heißesten überhaupt waren. In der weiteren Reihenfolge gibt es Unterschiede, die Tendenz ist aber bei beiden Rankings klar: Die weltweite Klimaerwärmung schreitet voran.

Rekordhitze in vielen Ländern - aber Antarktis-Eis wächst

Mehrere Länder, darunter beispielsweise Australien, Teile von Äthiopien und Tansania sowie Zentralasiens, erlebten sogar ihr wärmstes Jahr seit Beginn der Messungen, teilten die Behörden mit.

Die zehn wärmsten Jahre weltweit wurden nach Angaben der NASA mit Ausnahme von 1998 alle nach dem Jahr 2000 gemessen. Diese beruhen auf Studien und Auswertungen des Goddard-Instituts für Weltraumforschung (GISS) in New York. "Langzeittrends bei Bodentemperaturen sind ungewöhnlich, und 2013 ist ein weiterer Beweis für den andauernden Klimawandel", sagte GISS-Forscher Gavin Schmidt. "Diese Langzeittrends werden nicht verschwinden. Da ist kein Fehler in unseren Berechnungen."

Trotz Rekordhitze vielerorts dehnte sich jedoch auch das Eis der Antarktis auf Rekordwerte aus, während das Eis am Nordpol weiter schmilzt. "Das wird derzeit untersucht", sagte NOAA-Wissenschaftler Thomas Karl.

science.ORF.at/dpa

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