Standort: science.ORF.at / Meldung: "Kinder älterer Väter öfter psychisch krank"

Vater hält Kind an der Hand

Kinder älterer Väter öfter psychisch krank

Für Kinder älterer Väter besteht laut einer Studie ein größeres Risiko psychisch zu erkranken als bei solchen mit einem jungen Vater. Für die Untersuchung haben die Forscher Daten von 2,6 Millionen Menschen ausgewertet - alle, die in Schweden zwischen 1973 und 2001 geboren wurden.

Studie 27.02.2014

Risiko deutlich höher

Die Studie in "JAMA Psychiatry":

"Paternal Age at Childbearing and Offspring Psychiatric and Academic Morbidity" von Brian M. D’Onofrio et al., erschienen am 26. Ferbruar 2014.

Im Vergleich zu Menschen, deren Väter zum Zeitpunkt der Geburt zwischen 20 und 24 Jahre alt waren, hatten diejenigen mit Vätern im Alter von 45 Jahren und mehr ein 25-mal so hohes Risiko auf eine bipolare Störung, wie die Forscher von der Universität von Indiana und des schwedischen Karolinska-Instituts schreiben.

Das Risiko für eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) war demnach 13-mal, das für Autismus 3,5 Mal und das für Drogenprobleme oder Selbstmordgefährdung 2,5-mal so hoch wie bei Kindern mit jüngerem Vater. Auch bei Schizophrenie und Problemen in der Schule waren die Werte höher. Die Wissenschaftler berücksichtigten auch Faktoren wie die Ausbildung der Eltern und ihr Einkommen.

In den vergangenen 40 Jahren ist das Alter zum Kinderkriegen beständig gestiegen. In den USA bekamen Frauen im Jahr 1970 ihr erstes Kind mit durchschnittlich 21,5 Jahren, im Jahr 2011 lag das Durchschnittsalter nach amtlichen Angaben bei 25,6 Jahren. Die Väter sind im Durchschnitt drei Jahre älter.

science.ORF.at/APA/AFP

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