Standort: science.ORF.at / Meldung: "Höhle von Altamira erstmals wieder geöffnet"

Ausschnitt (Handabdruck) der ältesten Höhlenmalerei Europas in Nordspanien (Altamira)

Höhle von Altamira erstmals wieder geöffnet

Erstmals seit zwölf Jahren haben am Donnerstag Besucher die prähistorischen Höhlenmalereien in der Steinzeit-Höhle von Altamira in natura betrachten können. Die Reaktion fielen erwartungsgemäß positiv aus.

Urgeschichte 28.02.2014

"Der Eindruck ist hier viel stärker als in der Nachbildung der Höhle - auch wenn die Malereien sehr ähnlich sind", schwärmte etwa die Jus-Studentin Carolina Pardo, als sie nach Besuch mit vier weiteren Besuchern und zwei Führern die Höhe verließ.

Schutzanzug und Masken vorgeschrieben

Man bekommt eine Gänsehaut", sagte Andrea Vicente, eine weitere Besucherin. Bis August dürfen pro Woche täglich fünf per Los ausgewählte Besucher für exakt 37 Minuten im Schutzanzug und mit Masken ausgestattet die Höhle von Altamira besichtigen.

Mit dem Versuch soll die Auswirkung menschlicher Präsenz auf die wertvollen Höhlenmalereien gemessen werden, die seit 1985 zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Höhle war im Jahr 2002 geschlossen worden, nachdem Mikroorganismen gefunden wurden, die die prähistorischen Kunstwerke zerstörten. Seither mussten sich die Besucher mit einer exakten Nachbildung der Stätte und der Malereien in unmittelbarer Nachbarschaft begnügen.

Die 270 Meter lange Höhle in der Nähe des Ortes Santillana del Mar nahe Santander in Nordspanien wurde 1868 entdeckt und zeigt einige der bedeutendsten Beispiele prähistorischer Höhlenmalereien, die circa 14.000 Jahre alt sind. Zu sehen sind unter anderem Wisente, Hirsche, Wildschweine, Pferde und Menschen mit Tierköpfen.

science.ORF.at/dpa

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