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Räder eines Rollstuhls

Impulse durch Implantat ermöglichen Bewegung

Bei der Suche nach Therapien für Querschnittsgelähmte mit elektrischen Impulsen haben US-Forscher weitere Fortschritte erzielt. Querschnittsgelähmten Patienten gelang es dank elektrischen Signalen, die von einem Implantat ausgesandt wurden, ihre Knie zu beugen und Hüften und Zehen zu bewegen.

Querschnittslähmung 09.04.2014

Gehen konnten die Patienten zwar nicht, wohl aber einen Teil ihres Körpergewichts selbst halten, was eine wichtige Vorstufe sei, heißt es in der Studie.

Implantat in Wirbelsäule

Die Studie:

"Altering spinal cord excitability enables voluntary movements after chronic complete paralysis in humans" ist am 8. April 2014 in der britischen Fachzeitschrift "Brain" erschienen (DOI:10.1093/brain/awu038).

Bei der Methode sendet ein Implantat elektrische Signale an Nervenbündel im Rückenmark im unteren Teil der Wirbelsäule aus, um diese zu stimulieren. Damit werden die vom Gehirn ausgesandten Nervensignale ersetzt, die normalerweise die Bewegungen der Beine steuern, nach einer Rückenmarkverletzung aber nicht mehr ankommen.

Bereits vor drei Jahren war die Technologie an einem US-Patienten getestet worden. Anschließend wurden Versuche mit drei weiteren Patienten vorgenommen, die alle nach Verkehrsunfällen querschnittsgelähmt waren.

Hoffnung für Forschungsfeld

"Es ist bahnbrechend für das gesamte Forschungsfeld und eröffnet neue Perspektiven, dass das Rückenmark auch nach einer schweren Verletzung ein großes Potenzial für eine funktionale Erholung hat", erklärte Studienautorin Claudia Angeli vom Zentrum für Rückenmarkverletzungen der Universität Louisville im US-Bundesstaat Kentucky.

Die Wissenschaftlerin Susan Harkema, die an der ersten Studie vor drei Jahren beteiligt war, sprach von einer "grundlegend neuen Interventionsstrategie", die bewusste Bewegungen von Patienten auch Jahre nach einem Unfall ermöglichen könne.

"Damit wird die Überzeugung infrage gestellt, dass es keine Genesung gibt und dass eine vollständige Querschnittslähmung dauerhaft ist." In der Forschung lag der Schwerpunkt bisher darauf zu versuchen, die unterbrochenen Nervenbahnen bei Querschnittsgelähmten durch Operationen wieder zu reparieren oder etwa über Stammzellen neue Nervenzellen zu züchten.

science.ORF.at/APA/APF

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