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Die Alpen bei Fönwetter

Österreich verliert zwei Biosphärenparks

Die Tiroler Gebiete Gossenköllesee und Gurgler Kamm gehören nicht mehr zur Liste der UNESCO-Biosphärenreservate. Sie würden den aktuellen Anforderungen nicht mehr entsprechen, teilte das Nationalkomitee für das UN-Programm mit.

Unesco 26.05.2014

Seit der Einrichtung der ersten Biosphärenparks im Jahr 1976 ist das Netzwerk auf derzeit 621 Standorte - davon bisher sieben in Österreich - in 117 Ländern angewachsen. Mit den Gebieten Gossenköllesee und Gurgler Kamm in Tirol, Untere Lobau in Wien und Neusiedler See im Burgenland wurden 1977 die ersten heimischen Biosphärenparks eingerichtet. Diese Gebiete der sogenannten Ersten Generation waren vornehmlich auf Schutz und Erforschung ausgewählter Ökosysteme fokussiert, heißt es in der Aussendung.

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Über dieses Thema berichtet auch "Wissen aktuell", 26.5.2014, 13:55 Uhr.

Nur mehr Parks Zweiter Generation

In den 1990er-Jahren wurde das "Man and the Biosphere"-Programm (MAB) von der UNESCO weiterentwickelt. Seither müssen alle Reservate u.a. eine Dreifach-Zonierung in Kern-, Puffer- und Entwicklungszone aufweisen. Verlangt wird neben Forschung und Management auch eine nachhaltige Entwicklung, der Schutz der natürlichen Vielfalt sowie die Partizipation der lokalen Bevölkerung.

2012 wurde dann beschlossen, dass das Netzwerk ab Ende 2014 ausschließlich aus modernen Reservaten der Zweiten Generation bestehen soll. Gebiete alten Zuschnitts müssen entweder neu zoniert oder falls dies nicht möglich ist, von der Liste des Netzwerkes gestrichen werden.

Aufgrund einer 2013 beschlossenen "Exit Strategie" für Biosphärenparks der Ersten Generation habe das österreichische Nationalkomitee nun reagieren müssen und für Gossenköllesee und Gurgler Kamm nun die negative Entscheidung getroffen. Bei den Regionen Lobau und Neusiedlersee habe man noch bis Ende 2015 Zeit mit der Entscheidung, sagte Günter Köck von der Akademie der Wissenschaften, die mit der Durchführung des MAB-Programms in Österreich beauftragt ist.

Köck verweist aber auf die Biosphärenparks Großes Walsertal, Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge sowie Wienerwald. Mit diesen besitze Österreich derzeit "drei international beachtete Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung".

science.ORF.at/APA

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