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Türme des Tempels Angkor Wat in Kambodscha

200 Zeichnungen auf Angkor Wat gefunden

Mit digitaler Bildtechnik haben Forscher rund 200 verborgene Zeichnungen am Tempel Angkor Wat in Kambodscha entdeckt. Viele dieser Bemalungen, häufig in Rot, sind Spurenpigmente, die demnach mit dem bloßen Auge kaum sichtbar sind.

Geschichte 28.05.2014

Angkor Wat ist die größte Tempelanlage in der Region Angkor, in der die Khmer vom 9. bis 15. Jahrhundert ihr Königreich mit einer Reihe von Tempelstädten errichteten. Viele der entdeckten Bilder entstanden demzufolge nach dem Zusammenbruch des Imperiums im 16. Jahrhundert, als hinduistische Anlagen in buddhistische Stätten umgebaut wurden.

Die Studie im "Antiquity Journal":

"The hidden paintings of Angkor Wat" von Noel Hidalgo Tan, erschienen im Juni 2014.

Einige Bilder zeigen komplexe Boote, Tiere und Gottheiten und könnten eine Art Graffiti der ersten europäischen Besucher sein. "Angkor Wat scheint in dieser Hinsicht einzigartig zu sein", so Noel Hidalgo Tan von der Australischen Nationaluniversität. Ähnliche Zeichnungen seien an keinem anderen Tempel in Angkor gefunden worden. Der Fund zeige, dass der Tempel zwischen seiner Entstehung im 12. Jahrhundert und seinem heutigen Dasein als Touristenmagnet unterschiedlich genutzt und immer wieder von Besuchern - oder auch Vandalismus - äußerlich geprägt wurde.

science.ORF.at/APA/dpa

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