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Gorilla mit Silberrücken

Stinkende Gorillas haben was zu sagen

Wenn das Gorillamännchen besonders stinkt, dann will es seine Gruppe führen: Die Affen verständigen sich mit ihren Artgenossen nicht nur über Laute und Gesten, sondern auch über den Ausstoß von Duftstoffen. Das fanden Wissenschaftler um Michelle Klailova heraus, die eine Gruppe von Gorillas in der Zentralafrikanischen Republik untersuchten.

Duftstoffe 09.07.2014

Das Team von der schottischen Universität Stirling untersuchte im Jahr 2007 eine Gruppe von 13 Gorillas - darunter war ein männlicher "Silberrücken". Es konzentrierte sich bei der Studie vor allem auf das Verhalten des Chefs der Gruppe.

Die Studie:

"Wild Western Lowland Gorillas Signal Selectively Using Odor" von Michelle Klailova und Kollegen ist am 9. 7. 2014 in "PLOS ONE" erschienen.

Andere Affen beeinflussen

Die Forscher setzten den Ausstoß von Duftstoffen ins Verhältnis zum Erregungsgrad der Affen. So fanden sie heraus, dass die Duftstoffe nicht nur ein Ergebnis von Erregung sind, sondern gezielt eingesetzt werden können, um das Verhalten anderer Affen zu beeinflussen. So seien sie bei Ärger oder Gefahr zu riechen, aber auch, wenn die Mutter des jüngsten Gruppenmitglieds nicht in direkter Nähe der Chefs war. Den Forschern zufolge kann der Geruch je nach Situation rauf- und runtergeregelt werden.

Womöglich werde die Duft-Sprache in den zentralafrikanischen Urwäldern, wo die Sicht für die Tiere beeinträchtigt ist, auch zur Orientierung eingesetzt. Studienautorin Klailova sagte, die Studie gebe auch starke Anhaltspunkte, dass die Kommunikation über Gerüche bei den Menschenaffen und Menschen viel wichtiger ist als bisher angenommen.

science.ORF.at/APA/dpa

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