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Walhai unter Wasser

Walhaie als Schwerverdiener

Eine kleine Gruppe Walhaie bringt den Menschen auf den Malediven jährlich mehr als sieben Millionen Euro ein. Die größten Haie der Welt seien eine enorme Attraktion in dem Tropenparadies, "aber so hohe Zahlen haben wir nicht erwartet", berichten Wissenschaftler.

Ökotourismus 12.08.2014

Sie berechneten, wie viel Geld der Ökotourismus den Menschen an Ort und Stelle einbringt. Bisher sei das nur anhand von Befragungen von Touristen hochgerechnet worden.

Touristenattraktion

Die Studie in "PeerJ":

"Whale shark economics: a valuation of wildlife tourism in South Ari Atoll, Maldives" von Edgar Fernando Cagua et al., erschienen am 12. August 2014.

Die Forscher um Fernando Cagua vom Walhai-Forschungsprogramm der Malediven und der Weltnaturschutzunion (IUCN) zählten für die Studie unter anderem die Besucherboote im Wasser rund um lediglich ein Atoll, das südliche Ari-Atoll. Die Forscher nehmen an, dass die Walhaie möglicherweise das seichte Wasser aufsuchen, um sich dort nach ihren Tauchgängen aufzuwärmen. Im kristallklaren Wasser seien sie nicht nur für Taucher, sondern auch für Schnorchler sehr gut zu sehen.

Insgesamt sei die kleine Gruppe Walhaie rund um das untersuchte Atoll für fast drei Prozent der weltweiten Einnahmen im Wal-Ökotourismus verantwortlich. Für die Malediven macht die Gruppe in dieser Tourismussparte fast die Hälfte der Einnahmen aus. Das südliche Ari-Atoll lockte im vergangenen Jahr 77.000 Touristen an.

Walhaie leben in tropischen und warmen Meeren, sie sind die größten lebenden Knorpelfische. Die Tiere legen auf ihren Wanderungen extrem lange Distanzen zurück.

science.ORF.at/APA/dpa

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