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Computertastatur und menschliche Hand im digital space

Internet: Vernetzung macht verwundbar

Die Elektronikbranche verspricht große Vorteile durch das "Internet der Dinge" mit Milliarden vernetzter Geräte. Die Risiken dieses Trends blieben allerdings oft unberücksichtigt, mahnt ein Sicherheitsexperte.

Kriminalität 22.09.2014

Die Zahl von Hacker-Angriffen wird sich nach Einschätzung von Raj Samani im Alltag erhöhen. "Die Angriffsfläche für Online-Kriminelle weitet sich dramatisch aus", sagt der Cyber-Sicherheitsexperte vom Antiviren-Spezialisten McAfee. Sicherheit und Datenschutz müssten von Anfang an bei Design der Systeme im Mittelpunkt stehen.

"Angriff auf die Zahnbürste möglich"

"Man muss davon ausgehen, dass alles, was vernetzt ist, angegriffen werden kann und wird - bis hin zu ihrer Zahnbürste", so Samani am Montag. Verbraucher müssten dazu übergehen, die Anbieter nicht nur nach Funktionen oder technischen Fähigkeiten der Geräte zu bewerten, sondern auch danach, wie viel sie für die Sicherheit der Systeme und der Nutzerdaten tun. "Bei mancher Technik wie Autos kann das überlebenswichtig sein", betont der McAfee-Manager, der für die technische Entwicklung in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten zuständig ist.

Nach Branchenschätzungen dürfte es zum Jahr 2020 rund 50 Millionen vernetzte Geräte geben. Diverse Anbieter arbeiten derzeit daran, die gesamte Haustechnik von Waschmaschinen bis Heizungsanlagen zu vernetzen. In diese Zukunft gingen die allermeisten Verbraucher ohne eine klare Vorstellung vom Wert ihrer persönlichen Daten und der Möglichkeiten, sie zu schützen, warnt Samani.

Auch die Sicherheitsbehörden seien nicht ausreichend auf den Kampf gegen die neuen Bedrohungen vorbereitet: "Wir bekämpfen derzeit eine Gefahr aus dem 21. Jahrhundert mit Mitteln aus dem 20. Jahrhundert."

science.ORF.at/dpa

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