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Pumpen auf Ölfeld

"Industriestaaten untergraben ihre Klimapolitik"

Die führenden Industriestaaten subventionieren laut einer Studie die Erkundung von Ölvorkommen mit 71 Milliarden Euro pro Jahr - damit untergraben sie ihre eigene Klimapolitik, kritisiert das britische Overseas Development Institute (ODI).

Umwelt 11.11.2014

Großbritannien, Russland, die Vereinigten Staaten und Australien zahlten laut ODI die höchsten Subventionen. Allein Washington habe vergangenes Jahr Öl- und Gaskonzernen 5,1 Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro) zur Unterstützung der Erkundung von Vorkommen gezahlt. Dies sei doppelt so viel wie noch 2009 gewesen.

Die Subventionen könnten dem Vorhaben entgegenwirken, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, warnt das Institut, das den Bericht zusammen mit der US-Aktivistengruppe Oil Change International vorgelegt hat. Er erscheint kurz vor dem Gipfel der G-20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer im australischen Brisbane am Wochenende.

Die Studie kritisiert, die direkten oder versteckten Subventionen seien eine "öffentlich finanzierte Beihilfe für Kohlendioxid-intensive Konzerne" zum Schaden der erneuerbaren Energien. Ohne die Subventionierung der Erkundung der Ölvorkommen wäre ein Großteil der heutigen Öl- und Gasförderprojekte nicht profitabel, schreibt das britische Institut. Laut Studie reicht die Unterstützung von zwei bis fünf Milliarden Dollar in Russland, Mexiko und Indien bis zu neun Milliarden Dollar in China, elf Milliarden Dollar in Brasilien und 17 Milliarden Dollar in Saudi-Arabien.

science.ORF.at/AFP

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